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Mittwoch, 13.12.2017

News & Meldungen

Rechengrößen 2018

Bundeskabinett beschließt Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze

27.09.2017·Die Bundesregierung hat am Mittwoch (27.09.2017) die Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für 2018 beschlossen. Mit den neuen Rechengrößen steigen insbesondere die Beiträge für Besserverdiener. Zugleich wird die Versicherungspflicht ausgedehnt, so dass der Wechsel in eine private Krankenversicherung schwieriger wird.

Die Rechengrößen in der Sozialversicherung richten sich nach der durchschnittlichen Lohn- und Gehaltsentwicklung in den Vorjahren. Turnusmäßig werden sie per Rechtsverordnung zum Jahresende entsprechend angepasst. Auswirkungen hat dies auf zahlreiche Regelungen in der Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung.

Grenzen in gesetzlicher Krankenversicherung angehoben

Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird bundeseinheitlich festgesetzt. Sie beträgt ab 01.01.2018 59.400 Euro im Jahr bzw. 4.950 Euro pro Monat (2017: 57.600 Euro / 4.800 Euro). Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der GKV erhöht sich von 52.200 Euro im Jahr bzw. 4.350 Euro pro Monat (2017) auf 53.100 Euro im Jahr 2018 (4.425 Euro pro Monat).
Pflichtgrenze und BBG
Die Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze bzw. JAEG) markiert die Grenze, ab der man sich in der privaten Krankenversicherung (PKV) versichern kann. Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) markiert das Maximum, bis zu dem in den Sozialversicherungen Beiträge erhoben werden. Der über diesen Grenzbetrag hinausgehende Teil eines Einkommens ist beitragsfrei.
Gesetzliche Rentenversicherung

Die BBG in der Rentenversicherung West liegt ab 01.01.2018 bei 6.500 Euro pro Monat bzw. 78.000 Euro pro Jahr (2017: 76.200 Euro / 6.350 Euro). Die BBG Ost steigt auf 5.800 Euro pro Monat bzw. 69.600 Euro pro Jahr (2017: 68.400 Euro / 5.700 Euro). In der knappschaftlichen Rentenversicherung werden die BBGn auf 8.000 Euro im Monat bzw. 96.000 Euro pro Jahr (West) sowie 7.150 Euro im Monat bzw. 85.800 Euro pro Jahr (Ost) angepasst.

Bezugsgröße in der Sozialversicherung steigt

Für viele Werte in der Sozialversicherung ist die Bezugsgröße ein wichtiger Faktor. Sie dient etwa für freiwillige Mitglieder der GKV oder für Selbständige in der gesetzlichen Rentenversicherung als Grundlage der Beitragsberechnung.

Für 2018 beträgt die Bezugsgröße 3.045 Euro pro Monat (jährlich 36.540 Euro) in den alten und 2.695 Euro pro Monat (jährlich 32.340 Euro) in den neuen Bundesländern.
Bezugsgröße
Die Bezugsgröße hat für viele Werte in der Sozialversicherung Bedeutung. In der GKV wird danach die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage für freiwillige Mitglieder sowie für das Mindestarbeitsentgelt festgelegt. In der gesetzlichen Rentenversicherung hängt von ihr ab, wie viel Beitrag Selbstständige oder pflegende Angehörige zahlen müssen.
Die den Sozialversicherungsrechengrößen 2018 zugrundeliegende Einkommensentwicklung im Jahr 2016 betrug im Bundesgebiet 2,42 Prozent, in den alten Bundesländern 2,33 Prozent und in den neuen Bundesländern 3,11 Prozent. Bei der Ermittlung der jeweiligen Einkommensentwicklung wird auf die Veränderung der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer ohne Personen in Arbeitsgelegenheiten mit Entschädigungen für Mehraufwendungen ("Ein-Euro-Jobs") abgestellt.

Die Verordnung bedarf noch der Zustimmung des Bundesrats.

 

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