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Montag, 05.12.2016

Mitteilung

Bundesvereinigung Dt. Apothekerverbände|04.02.2016

PRESSEMITTEILUNG

Hilfsmittel: Einfachere Patientenversorgung durch neues Vertragsportal in Apotheken

Berlin·Mehr als die Hälfte der 20.000 Apotheken in Deutschland nutzen bereits das Online-Vertragsportal (OVP), um ihre Patienten besser und schneller mit Hilfsmitteln versorgen zu können. Die in Zusammenarbeit von Deutschem Apothekerverband (DAV), Landesapothekerverbänden und ABDATA Pharma-Daten-Service entwickelte Datenbank erlaubt es jeder teilnehmenden Apotheke direkt abzugleichen, welche Inkontinenzprodukte oder Inhalationsgeräte die Krankenkasse des Versicherten zulässt. Zugleich kann die Apotheke prüfen, ob sie selbst die formalen Voraussetzungen für die Abgabe eines bestimmten Hilfsmittels an den jeweiligen Patienten erfüllt.

"Das Online-Vertragsportal schafft mehr Transparenz für Apotheker im extrem komplexen Hilfsmittelmarkt", sagt Dr. Rainer Bienfait, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Hilfsmittel und Stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV). "Mehr Überblick in der Apotheke nutzt auch den Patienten. Mit dem OVP kann ein Apotheker sofort erkennen, ob und wie er einen Patienten versorgen kann - oder welche Schritte er dazu noch tun muss, indem er beispielsweise einem Vertrag beitritt."

Mehr als 10.000 Apotheken sind schon über ihren Landesapothekerverband an das OVP angebunden. Derzeit werden mehr als 40.000 Vertragsprüfungen pro Woche abgefragt - Tendenz steigend. In der Datenbank sind mehr als 150 Verträge und über 750.000 Beitrittsdatensätze der Apotheken hinterlegt. Das Online-Vertragsportal ist auch mit den Warenwirtschaftsystemen der Apothekensoftwarehäuser verbunden, so dass die Apotheken feststellen können, welche Hilfsmittel sie vorrätig haben oder noch bestellen müssen.

Zum Hintergrund: Der Deutsche Apothekertag 2015 in Düsseldorf hatte Gesetzgeber und Krankenkassen dazu aufgefordert, die Versorgung mit Hilfsmitteln aufzahlungsfrei, wohnortnah und unbürokratisch im Sinne des Patientenwohls zu gewährleisten. Die Aufrechterhaltung des Sachleistungsprinzips und ein Verbot von Exklusivausschreibungen sind Kernforderungen. Die Apothekerschaft drängt auch darauf, die bürokratischen Einstiegshürden der Krankenkassen zur Hilfsmittelversorgung abzusenken. Mit dem OVP des DAV bekräftigen die Apotheker nun ihre Absicht, trotz Hindernissen auch künftig Patienten weiter mit Hilfsmitteln zu versorgen.

Pressekontakt:

Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, 030 40004 132, r.kern@abda.de
Christian Splett, Pressereferent, 030 40004 137, c.splett@abda.de


 

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