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Sonntag, 29.05.2016

Mitteilung

Bundesversicherungsamt|08.03.2016

PRESSEMITTEILUNG

Präsident des Bundesversicherungsamtes erteilt Forderungen nach übereilten Reformen des Risikostrukturausgleichs eine klare Absage

Bonn·"Der Risikostrukturausgleich (RSA) in der gesetzlichen Krankenversicherung, wie ihn das Bundesversicherungsamt (BVA) seit 2009 durchführt, ist das richtige Instrument, um Risiken wie Alter, Geschlecht und Krankheit der Versicherten auszugleichen", stellt Frank Plate, Präsident des BVA, klar. "Dieser Finanzausgleich schafft die Grundlage für einen fairen und funktionsfähigen Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Krankenkassen. Gleiche Wettbewerbsbedingungen setzen aber auch voraus, dass sich alle Krankenkassen an die Spielregeln halten. Wenn eine Krankenkasse dies nicht macht, muss die zuständige Aufsicht einschreiten. Das BVA tut dies", betont Plate.

"Es ist falsch, reflexhaft den RSA für jede negative finanzielle Entwicklung einzelner Krankenkassen verantwortlich zu machen und Reformen einzufordern. Man muss sauber zwischen Ausgaberisiken, die die Krankenkassen selbst steuern können und solchen, die nicht beeinflussbar sind, trennen ", so Plate weiter. Eine Betrachtung nach Kassenarten führt in die Irre. Die finanzielle Situation stellt sich auch zwischen den einzelnen Allgemeinen Ortskrankenkassen, Betriebskrankenkassen, Ersatzkassen und Innungskrankenkassen durchaus unterschiedlich dar.

"An einem konstruktiven, fachlichen Dialog mit den Krankenkassen ist das BVA sehr interessiert", erklärt Plate. Allerdings können die meisten Anpassungen des Verteilungsmechanismus nur auf Grundlage rechtlicher Änderungen vorgenommen werden. Bevor der Verordnungsgeber tätig werden kann, diskutiert das BVA mögliche RSA-Anpassungen im Rahmen des Anhörungsverfahrens mit dem GKV-Spitzenverband und anderen beteiligten Institutionen. Außerdem wird das BVA vom Wissenschaftlichen Beirat bei der Weiterentwicklung des Risikostrukturausgleichs beraten.

Plate: "Forderungen, übereilt Anpassungen vorzunehmen, erteile ich eine klare Absage."

Pressekontakt:

Tobias Schmidt
TEL 0228 1945
FAX 0228 1829
presse@bvamt.bund.de


 

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