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Donnerstag, 28.07.2016

Mitteilung

Deutscher Bundestag|25.01.2016

PRESSEMITTEILUNG

Ausgaben für Heilmittel stark gestiegen

Berlin·Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Heilmittel sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/7283) auf eine Kleine Anfrage (18/7161) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Einkommenssituation der Heilmittelerbringer schreibt, kletterten die Ausgaben zwischen 2010 und 2014 von 4,61 Milliarden Euro auf 5,69 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs um gut 23,4 Prozent.

In den ersten drei Quartalen 2015 zeichne sich mit einem Anstieg der Heilmittelausgaben um 7,4 Prozent ein weiterer deutlicher Ausgabenzuwachs ab. Allein auf die Physikalische Therapie und Physiotherapie entfielen den Angaben zufolge 2014 Ausgaben in Höhe von knapp 3,88 Milliarden Euro. Bei der Ergotherapie (Therapie gegen eingeschränkte Handlungsfähigkeit) lagen die Ausgaben 2014 bei 827 Millionen Euro, bei der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie waren es 639 Millionen Euro, bei der Podologie (Fußbehandlung) 153 Millionen Euro. Prozentual am höchsten war der Kostenanstieg seit 2010 in der Podologie mit 56 Prozent.

Als Folge des 2015 beschlossenen Versorgungsstärkungsgesetzes werde die Vergütung für Heilmittelleistungen bis 2021 über die regulären Anpassungen hinaus um schätzungsweise 70 bis 80 Millionen Euro im Jahr steigen, heißt es in der Antwort weiter.

Die Heilmittelerbringer erwirtschafteten darüber hinaus auch über die Private Krankenversicherung (PKV) sowie die gesetzliche Unfallversicherung weitere Umsätze. Demnach stiegen die Ausgaben in der PKV für Heilmittelleistungen von rund 800 Millionen Euro 2010 auf rund 921 Millionen Euro 2014 oder rund 15,1 Prozent.

Jedoch werde der deutliche Anstieg der Vergütungssummen durch die zunehmende Zahl der Leistungserbringer relativiert. So waren im Jahr 2000 bundesweit 125.000 Physiotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister registriert, 2013 waren es 222.000, heißt es unter Berufung auf das Statistische Bundesamt.

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