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Samstag, 01.10.2016

Mitteilung

KKH Kaufmännische Krankenkasse|12.01.2016

PRESSEMITTEILUNG

KKH warnt vor einseitiger Belastung von Arbeitnehmern

Hannover·Vorstandschef Kailuweit: "Arbeitgeber an steigenden Kosten beteiligen"

Die Kosten im bundesdeutschen Gesundheitswesen werden weiter stetig steigen. Darauf weist die KKH Kaufmännische Krankenkasse hin. Laut Prognose des GKV-Spitzenverbandes verdoppelt sich der Zusatzbeitrag bis 2019 im Vergleich zu 2015 annähernd. Angesichts dieser Entwicklung macht sich die KKH dafür stark, die Zusatzbeiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu gleichen Teilen zahlen zu lassen. "Dazu muss der momentan bei 7,3 Prozent eingefrorene Arbeitgeberbeitrag wieder aufgetaut werden", fordert KKH-Vorstandschef Ingo Kailuweit. Dabei gehe es nicht nur um die Frage nach mehr Gerechtigkeit: "Vor allem brauchen wir einen Anreiz für Unternehmen, sich wieder für stabile Gesundheitskosten einzusetzen. Im Vergleich zu den Versicherten ist die Lobby der Arbeitgeber ungleich stärker."

Der derzeit festgeschriebene Beitrag der Arbeitgeber zur gesetzlichen Krankenversicherung bewirkt nach Auffassung der KKH, dass ausschließlich die Versicherten die steigenden Kosten im Gesundheitswesen finanzieren müssen. "Bleibt das so, werden über kurz oder lang deutlich höhere Tarifforderungen auf die Arbeitgeber zukommen, damit sich Arbeitnehmer ihre Kassenbeiträge noch leisten können", so KKH-Chef Kailuweit. Dann sei es für die Arbeitgeber aber zu spät, um noch Einfluss auf eine Kostendämpfung im Gesundheitswesen zu nehmen. "Insofern ist die paritätische Finanzierung der Kassenbeiträge eine wichtige Maßnahme, um dem massiven Ausgabenanstieg im Gesundheitswesen zu begegnen."

Kailuweit macht sich in diesem Sinne für eine Intensivierung der seit langem bestehenden Partnerschaft zwischen Krankenkassen und Arbeitgebern zum Nutzen des Wirtschaftsstandortes Deutschland stark.

Pressekontakt:

Daniela Preußner
Pressesprecherin
0511 2802-1610
presse@kkh.de


 

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