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Donnerstag, 25.08.2016

Mitteilung

Bundesverband priv. Anbieter soz. Dienste e.V.|26.01.2016

PRESSEMITTEILUNG

Eine Karte statt 2.500 Blatt Papier
bpa und MdB Dr. Leikert fordern stärkere Berücksichtigung der Pflege auf der elektronischen Gesundheitskarte

Berlin·Pflegedienste und Heime sind ein wichtiger Baustein für einen sinnvollen Informationsaustausch über die elektronische Gesundheitskarte. Das haben die Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert und Mitglieder des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) gemeinsam betont. Die Parlamentarierin war für ein Pflegepraktikum zu Gast bei der ambulanten Hauskrankenpflege und Tagespflege Kremer in Hammersbach und nutzte den Besuch zu einem Erfahrungsaustausch mit Pflegenden und Unternehmern. Zuvor konnte sie eine Pflegefachkraft auf ihrem Weg zu Klienten und Patienten begleiten.

"In der Politik müssen wir an Lösungen arbeiten, um den Pflegenden möglichst viel Zeit für die direkte Pflege und Betreuung der Menschen zu geben und sie von bürokratischen Anforderungen zu entlasten", sagte Leikert, die in der CDU-Bundestagsfraktion für den Bereich E-Health zuständig ist. "Der papierlose elektronische Datenaustausch ist eine Möglichkeit, den Verwaltungsaufwand bei der monatlichen Abrechnung deutlich zu reduzieren. Die Pflege muss zudem schnell in das System der elektronischen Gesundheitskarte eingebunden werden, um im Sinne der pflegebedürftigen Menschen und deren adäquater Versorgung Zugriff auf wichtige medizinische Daten zu erhalten."

Bisher müsse das Team monatlich rund 2.500 Blatt Papier ausdrucken und an die Kranken- und Pflegekassen schicken, obwohl diese dort auch in elektronischer Form vorlägen, berichteten Martin, Hannelore, Cornelia und Patrick Kremer, die Betreiber des seit 1990 durch die Familie geführten ambulanten Dienstes. Dieser Aufwand werde nicht angemessen honoriert und könnte mit moderneren Regelungen für den Datenaustausch deutlich verringert werden.

Der auf der elektronischen Gesundheitskarte zukünftig vorgesehene Medikamentenplan oder der elektronische Entlassbrief könnten zum Beispiel bei einer Neuaufnahme oder Krankenhausentlassung wichtige Informationen für die Pflegenden liefern, die zum derzeitigen Stand nicht zugänglich sind.

Sorge vor immer neuen organisatorischen Anforderungen äußerten die gemeinsam mit mehr als 1.000 weiteren hessischen Heimen und Diensten im bpa organisierten Pflegeunternehmer angesichts des aktuell diskutierten Pflegeberufsgesetzes. Eine gemeinsame Ausbildung für Altenpflege-, Kranken- und Kinderkrankenpflegefachkräfte gefährde die Qualität der Abschlüsse und bringe für die ausbildenden Unternehmen deutlich höheren Aufwand mit sich. Damit werde es unattraktiv, die dringend benötigten Ausbildungsplätze in der Altenpflege anzubieten.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 9.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon 1.000 in Hessen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 275.000 Arbeitsplätze und circa 21.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 21,8 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Manfred Mauer
Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle Hessen
Telefon: 0611/341 07 90


 

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