
Jeder neunte Beschäftigte ist im Gesundheitswesen tätig Die steigende Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen geht insbesondere auf geringfügig oder in Teilzeit Beschäftigte zurück. Die Vollzeitbeschäftigungen waren 2006 sogar rückläufig. Am meisten profitieren konnte der Pflegebereich. Die Zahl der Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen kletterte im Jahr 2006 um 34.000 auf insgesamt 4,3 Millionen. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Der Anstieg entspreche einem Zuwachs von 0,8 Prozent. Jeder neunt Beschäftigte in Deutschland sei damit im Gesundheitswesen tätig. Am meisten profitieren konnte der Bereich der Gesundheitsdienstberufe (beispielsweise Ärzte und Gesundheits- und Krankenpfleger). Hier wurden die meisten Stellen im Pflegebereich geschaffen. Abgebaut wurden Jobs nur im Gesundheitshandwerk (zum Beispiel Augenoptiker).
Stärkster Anstieg seit dem Jahr 2004
Während die Beschäftigung im Gesundheitswesen im Jahr 2004 lediglich um 14.000 Personen (+ 0,3 Prozent) zunahm, waren 2005 mit einem Plus von 28.000 (+ 0,6 Prozent) und 2006 mit einem erneuten Anstieg von 34.000 Beschäftigten (+ 0,8 Prozent) wieder deutlichere Zuwächse zu verzeichnen. Diese seien vor allem auf 22.000 zusätzliche Arbeitsplätze in den Gesundheitsdienstberufen (beispielsweise Ärzte und Gesundheits- und Krankenpfleger) und in den sozialen Berufen (+ 11.000), wie Altenpfleger, zurückzuführen. Die Beschäftigung in sonstigen Gesundheitsfachberufen (zum Beispiel Pharmakanten) und in anderen Berufen des Gesundheitswesens (zum Beispiel Reinigungskräfte) blieb 2006 mit einem leichten Anstieg von jeweils 1.000 Personen nahezu konstant. Nur im Gesundheitshandwerk (zum Beispiel Augenoptiker) gab es 2006 rund 1 000 Beschäftigte weniger als im Vorjahr.
Stärkster Antieg bei stationärer Pflege
Mit je 1,8 Millionen Personen arbeitete die Mehrzahl der Beschäftigten (84 Prozent) im Jahr 2006 in Einrichtungen der ambulanten sowie stationären und teilstationären Gesundheitsversorgung. In der ambulanten Gesundheitsversorgung gab es 2006 mit einem Plus von 7.000 Personen einen schwächeren Zuwachs als im Vorjahr (+ 16.000). Einen Beschäftigungsanstieg gab es 2006 vor allem in stationären und teilstationären Einrichtungen (+ 16.000 Personen) und zwar dort fast ausschließlich im Pflegebereich. Nachdem das Krankenhauspersonal in den drei Jahren von 2003 bis 2005 um insgesamt 50.000 Beschäftigte abnahm, gab es 2006 erstmals wieder einen leichten Anstieg (+ 1.000 Personen).
Anstieg hauptsächlich im Teilzeitbereich
60 Prozent der 4,3 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen besaßen eine Vollzeitstelle: Die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten im Gesundheitswesen, das so genannte Vollzeitäquivalent, lag bei 3,3 Millionen. Es stagnierte 2006 mit einem leichten Zuwachs von 1.000 nahezu, denn der Anstieg der Teilzeitbeschäftigten um 3,0 Prozent und der geringfügig Beschäftigten um 5,0 Prozent wurde durch den Rückgang der Vollzeitbeschäftigung um 0,9 Prozent fast relativiert. Im Vorjahr war das Vollzeitäquivalent mit einem Minus von 23.000 (- 0,7 Prozent) noch rückläufig. Links zum Thema: Gesundheitsreform: Die Neuregelungen für 2008 Millionenplus bei Kassen - Beitragssätze 2008 weitgehend stabil

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