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Dienstag, 12.12.2017

Themen der GKV

Krankenversicherung der Studenten (KVdS)

Studenten, die noch nicht 25 Jahre alt sind, können beitragsfrei über die Eltern mitversichert sein. Dieser Anspruch verlängert sich um die Zeit eines geleisteten Grundwehr- oder Zivildienstes. Auch andere gesetzliche Dienste, wie zum Beispiel Entwicklungsdienst, können sich unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls verlängernd auf die Familienversicherung auswirken. Ausgeschlossen ist die Familienversicherung für alle, deren regelmäßiges monatliches Gesamteinkommen 425 Euro (2017) übersteigt (bei Minijobs bis 450 Euro). BAföG-Einnahmen, Werbungskosten und Abschreibungen werden dabei nicht mitgerechnet.

Ist der Student bereits 25 Jahre alt, ist er grds. in der Krankenversicherung der Studenten (KVdS) versichert. Diese Pflichtversicherung gilt für "ordentliche Studenten" (vgl. unten) bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters, längstens jedoch bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres. Erfüllen Sie die Voraussetzungen zur KVdS nicht, bleibt Ihnen bei ausreichenden Vorversicherungszeiten die Freiwillige Mitgliedschaft.

Beiträge zur KVdS
Der Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung ist für alle Studenten gesetzlich festgelegt. Er berechnet sich aus dem geltenden BAföG-Höchstsatz (seit WiSe 2016 monatlich 649,00 Euro) und dem Beitragssatz. Der Beitragssatz für Studenten beträgt in der Krankenversicherung 70 Prozent des durchschnittlichen allgemeinen Beitragssatzes der Krankenkassen (2016/2017: 14,6 Prozent, für Studenten also 10,22 Prozent). In der Pflegeversicherung gilt der reguläre Beitragssatz (2016: 2,35 Prozent, ab 01.01.2017 dann 2,55 Prozent) - ggf. zuzüglich des Malus von 0,25 Prozentpunkten für Kinderlose ab 23 Jahren (mehr Infos hierzu unter "Pflegeversicherung").

Für das WiSe 2016/2017 zahlen Studenten folgende Mitgliedsbeiträge:
monatliche Pflegeversicherung von 15,25 Euro bzw. 16,87 Euro für Kinderlose ab 23 Jahren
monatliche Krankenversicherung 66,33 Euro zzgl. eines eventuellen Zusatzbeitrags der gewählten Krankenkasse.

Der Beitrag ist im Voraus für das Semester zu zahlen. BAföG-geförderte Studenten können einen Beitragszuschuss erhalten.

Studium muss im Vordergrund stehen
Die KVdS nimmt nur "ordentliche Studierende" auf, das heisst, das Studium muss den größten Teil der Zeit beanspruchen. Wer arbeiten geht, sollte deshalb Folgendes beachten: Der Nebenjob darf nicht mehr als 20 Stunden in der Woche betragen, es sei denn, er wird nur in den Semesterferien oder vorwiegend an freien Tagen, abends und nachts ausgeübt.

Versicherungspflicht in dualen Studiengängen
Seit 2012 ist gesetzlich klargestellt, dass alle Teilnehmer an allen Formen von dualen Studiengängen sozialversicherungsrechtlich einheitlich und so zu behandeln sind wie die zur Berufsausbildung Beschäftigten. Sie sind damit unter anderem versicherungpflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung. Dies gilt während der gesamten Dauer des Studienganges, d. h. sowohl während der Praxisphasen als auch während der Studienphasen.

 

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