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Dienstag, 22.01.2019

Mitteilung

AOK Baden-Württemberg|04.01.2019

PRESSEMITTEILUNG

Mehr Wettbewerb für effizientere Krankenhauslandschaft: Aktuelle Studie stützt Forderungen der AOK Baden-Württemberg

Stuttgart·Die Analyse "Das deutsche Gesundheitswesen auf dem Prüfstand" der Unternehmensberatung PwC fordert, nur "systemrelevante" Krankenhäuser zu schützen und mehr marktwirtschaftlichen Wettbewerb unter den anderen Häusern zu fördern. Denn, so die Studie, aktuell gebe es Überkapazitäten in den Ballungsräumen und Großstädten. Das sehen auch die Verantwortlichen der AOK Baden-Württemberg so: "Das Problem zeigt sich zum Beispiel bei der Versorgung von sehr kleinen Frühgeborenen (mit einem Geburtsgewicht unter 1.250 g) in Baden-Württemberg deutlich," sagt Nadia Mussa, Fachbereichsleiterin Krankenhausversorgung der AOK Baden-Württemberg. "Es gibt zu viele Häuser mit relativ geringer Leistungsmenge, was hohe Kosten für Technik und Personal zur Folge hat." Gemeinsam mit der Unternehmensberatung Boston Consulting Group hat die Südwest-Kasse ermittelt, dass die auf Frühgeborene spezialisierten Krankenhäuser um 20 Prozent reduziert werden könnten - bei guter Erreichbarkeit und verbesserter Qualität. "Nicht jede Klinik muss alles können, zumal komplexe Behandlungen nur von dafür ausgestatteten Häusern durchgeführt werden sollten, die spezielles Fachpersonal vorhalten und aufgrund hoher Fallzahlen die entsprechende Erfahrung nachweisen können", so Mussa.

Auch eine Umstellung der Finanzierung von Krankenhäusern fordert die PwC-Studie und trifft bei der AOK Baden-Württemberg auf offene Ohren. Die bisher geteilte Finanzierung der Kliniken - Betriebskosten werden über die Krankenkassen und Investitionen über die Bundesländer finanziert - sorgt oft für Konflikte. "Wenn die Finanzierung von Investitionen und Betriebskosten aus einer Hand kämen, würde das im System ´Krankenhaus´ mehr Transparenz und Kontrolle ermöglichen" so Mussa. Trotz hoher Ausgaben und Versorgung auf hohem Niveau im deutschen Gesundheitswesen liefert das System nur mittelmäßige Ergebnisse, wie OECD-Statistiken regelmäßig zeigen. "Die zersplitterte Krankenhauslandschaft in Baden-Württemberg ist eine Hypothek auf die zukünftige Qualität und Finanzierbarkeit der stationären Versorgung," so Mussa. "Wir benötigen auch in Baden-Württemberg eine stärkere Spezialisierung bei den Krankenhäusern, um die bislang gute Qualität der stationären Versorgung in Zukunft zu halten."

Hier geht es zur WiDO-Studie "Studien belegen: Qualität ist Erfahrungssache".

Pressekontakt:

Kurt Wesselsky
Pressesprecher
Telefon: 0711 2593-229
Mobil: 01520 1568720
Fax: 0711 2593-100
E-Mail: presse@bw.aok.de


 

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