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Dienstag, 22.05.2018

Mitteilung

Techniker Krankenkasse|07.02.2018

PRESSEMITTEILUNG

Pflegereform kommt bei den Menschen an - TK verzeichnet 23 Prozent mehr Erstanträge

Hamburg·Seit Inkrafttreten der umfassenden Pflegereform zum Jahreswechsel 2016/17 verzeichnet die Pflegekasse der Techniker Krankenkasse (TK) einen deutlichen Anstieg der Erstanträge. 2017 gingen bei der TK rund 23 Prozent* mehr Erstanträge auf eine Einstufung in einen Pflegegrad ein als im Jahr zuvor. Einen Zuwachs verzeichnen auch einzelne Leistungen der Pflegeversicherung. So nahmen zum Beispiel 2017 rund 22 Prozent mehr Versicherte sogenannte Entlastungsleistungen in Anspruch als im Vorjahr. Dazu gehören etwa Beschäftigungsangebote oder die Begleitung zum Arzt. Seit der Reform stehen Pflegebedürftigen für solche "niedrigschwelligen Betreuungsangebote" 125 Euro monatlich zu.

Die am häufigsten von der TK-Pflegekasse eingesetzten Hilfsmittel waren solche zum Verbrauch, wie etwa Desinfektionsmittel oder Einweghandschuhe, auf dem zweiten Platz folgten Hausnotrufsysteme. Die Inanspruchnahme von wohnumfeldverbessernden Maßnahmen stieg gegenüber 2016 um rund 30 Prozent. Dazu gehören Zuschüsse der Pflegekasse zur Umgestaltung der Wohnung, wie die Verbreiterung von Türen oder der Umbau des Badezimmers. Im Schnitt gab die TK 2017 pro Zuzahlung rund 2.500 Euro aus.

TK-Vorstand: "Pflegeversicherung muss mit der Digitalisierung Schritt halten"

Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK: "Die Zahlen zeigen, dass die neuen Pflegegrade und die erweiterten Leistungen der Pflegeversicherung im Versorgungsalltag ankommen. Wir sehen außerdem einen großen Bedarf an Leistungen und Hilfsmitteln, die die Selbständigkeit im eigenen Haushalt unterstützen. Die Pflegeversicherung ist dann zukunftsfähig, wenn sie sowohl die Bedürfnisse der Versicherten berücksichtigt als auch frühzeitig neue technische Entwicklungen aufnimmt. Das heißt: Die Pflegeversicherung muss mit der Digitalisierung Schritt halten." Die TK setzt sich dafür ein, dass die gesetzliche Pflegeversicherung im Rahmen der wohnumfeldverbessernden Maßnahmen auch den Einsatz von Smart-Home-Lösungen im Pflegehaushalt ermöglicht. Dazu gehören beispielsweise technische Assistenz- und Überwachungssysteme, die dazu beitragen, länger in den eigenen vier Wänden leben zu können. Bislang fehlt hierfür die gesetzliche Grundlage.

*) Bereinigt um das Versichertenwachstum. Die TK ist in 2017 um rund 250.000 Versicherte gewachsen.

Hintergrund

Die TK-Pflegeversicherung bietet pflegenden Angehörigen Pflegeberatung an. Die vollständige Position der TK zum Thema Pflege gibt es auf www.tk.de (Webcode 964554).

Pressekontakt:

Kerstin Grießmeier
Telefon: 040 - 69 09-21 21
kerstin.griessmeier@tk.de


 

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