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Samstag, 21.04.2018

Mitteilung

BIG direkt gesund|01.08.2017

PRESSEMITTEILUNG

Wettbewerbsverzerrung zum Trotz: Ergebnis im Plan, Beitrag und Verwaltungskosten unterm Schnitt

DORTMUND·Das Geschäftsjahr 2016 war für BIG direkt gesund zwiegespalten. Einerseits füllte die gute Konjunktur die Kassen der Sozialversicherungen. Auf der anderen Seite standen und stehen die ständig steigenden Ausgaben für Gesundheit, auch forciert von der Politik, und große Verzerrungen im Wettbewerb der Kassen untereinander. In diesem schwierigen Marktumfeld hat sich die BIG gut behauptet. Das wirtschaftliche Ergebnis des Jahres 2016 liegt genau im Plan und wurde gegenüber dem Vorjahr um rund 10 Millionen Euro verbessert. Damit setzt die BIG den erfreulichen Trend aus dem letzten Jahr fort. "Unser Kerngeschäft steht weiterhin auf einem grundsoliden Fundament", sagte BIG-Vorstandsvorsitzender Peter Kaetsch bei der Vorstellung des Geschäftsberichts 2016.

2016 war für die BIG auch "das Jahr der Digitalisierung". Mehr als 30 Leistungen konnten die Kunden der Direktkrankenkasse bis Jahresende komplett digital beantragen, aktuell sind es bereits mehr als 80 Prozesse. "Wir reduzieren damit den Verwaltungsaufwand bei der Genehmigung und Abwicklung von Leistungen. Davon profitiert sowohl die BIG als auch unsere Versicherten", so Peter Kaetsch. "Mit dieser entschlossenen Digitalisierungsstrategie hat die BIG bessere Perspektiven als andere Krankenkassen in Deutschland", ist er überzeugt.

Verzerrter Wettbewerb

Doch es gibt bedenkliche Entwicklungen, die die BIG selbst kaum beeinflussen kann. So reichten im Haushaltsjahr 2016 die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds an die BIG erneut nicht aus, um die Ausgaben für die Versorgung der Versicherten zu decken. Somit schließt die BIG das Geschäftsjahr 2016 mit einem Gesamtergebnis von minus 7,7 Millionen Euro ab. Verantwortlich dafür sind fast ausschließlich die Effekte des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA), der zwischen den einzelnen Krankenkassen Transferleistungen entsprechend ihrer Morbidität (Krankheitshäufigkeit) verteilt. Unberücksichtigt bleiben regionale Komponenten. Neben anderen durch Studien belegte Fehlsteuerungen führt dieser Finanzausgleich zu gravierenden Wettbewerbsverzerrungen, die sich in der Bilanz der BIG durch außergewöhnliche Sonderbelastungen auswirken. "Wir tragen diese Wettbewerbsverzerrung nicht auf dem Rücken unserer Kunden aus. Dieses Defizit wird entsprechend des Haushaltsplanes vollständig aus dem Vermögen der BIG finanziert", betont Peter Kaetsch. Damit bleibt der Zusatzbeitragssatz der BIG unterdurchschnittlich im Vergleich zur Gesetzlichen Krankenversicherung. Ebenso unterdurchschnittlich sind die Verwaltungskosten, die bei der BIG rund ein Viertel unter dem GKV-Schnitt liegen.

INFO: Der Geschäftsbericht steht hier zum Download bereit:
www.big-direkt.de/geschaeftsbericht

Pressekontakt:

Bettina Kiwitt
Leiterin Unternehmenskommunikation
presse@big-direkt.de
Fon 0231.5557-1016
Mobil 0151 18568532
Fax 0231.5557-4016


 

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