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Freitag, 18.10.2019

Mitteilung

KKH Kaufmännische Krankenkasse|12.06.2019

PRESSEMITTEILUNG

Risiko Hautkrebs! Immer mehr Menschen betroffen

Hannover·KKH: Kleidung ist der beste Sonnenschutz

Sommerzeit ist Sonnenzeit! Doch wer meint, er beugt Hautkrebs vor, indem er einen Sonnenbrand vermeidet, der irrt. Denn laut Experten steigt das Krebsrisiko durch die ultraviolette Strahlung der Sonne schon lange vor einer sichtbaren Verbrennung von Hautpartien. Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten - mit erschreckender Tendenz, wie aktuelle Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigen. So nahm die Zahl der Patienten in Deutschland, die zwischen 2007 und 2017 an Hautkrebs erkrankt sind, enorm zu: beim gefährlichen "schwarzen Hautkrebs" (malignes Melanom) um 87 Prozent, beim besser zu therapierenden "weißen Hautkrebs" (Basalzell- und spinozelluläres Karzinom) um 145 Prozent. Am höchsten ist die Steigerungsrate beim "schwarzen Hautkrebs" im bundesweiten Vergleich im Saarland (138 Prozent), gefolgt von Sachsen (133 Prozent), beim "weißen Hautkrebs" in den ostdeutschen Bundesländern Sachsen (312 Prozent), Thüringen (222 Prozent) sowie Brandenburg (205 Prozent).

Ohne Zweifel: Wir brauchen das Licht und die Wärme der Sonne. Sie stärkt das Immunsystem, fördert die geistige Leistungsfähigkeit, steigert den Antrieb und wirkt stimmungsaufhellend. "Doch ist das UV-Licht der Sonne mit Vorsicht zu genießen, denn es zählt zu den Hauptauslösern für Hautkrebs", warnt Thomas Linn vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Saarbrücken. Das Risiko hierfür steigt mit zunehmendem Alter, bei Frauen wie Männern ab 45 plus. Für gesetzlich Versicherte ab dem 35. Lebensjahr übernehmen Krankenkassen alle zwei Jahre die Kosten für das Hautkrebsscreening. "Doch das reicht unseres Erachtens nicht aus, denn je früher die Erkrankung entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen", sagt Thomas Linn. "Daher bezuschusst die KKH die Vorsorgeuntersuchung über die Regelleistung hinaus auch für 18- bis 34-Jährige." Das Screening ist besonders Hochrisikopatienten zu empfehlen. Dazu zählen Personen mit einem sehr hellen Hauttyp, mit vielen Muttermalen oder familiärer Vorbelastung.

Den besten Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne bieten leichte Hose, Hemd und Hut sowie Sonnenschutz an den unbedeckten Hautpartien. Wer dennoch in Bikini oder Badehose Sonnenbaden möchte, sollte Folgendes beachten:

Reichlich Sonnenmilch mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 sowie UV-A- und UV-B-Filter eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad auftragen - insbesondere auch an Nase, Ohren, Fußrücken, Schultern und Nacken.
Regelmäßiges Nachcremen vor allem nach dem Baden nicht vergessen; gilt auch für wasserfeste Sonnenschutzmittel.
Mittagssonne meiden!
Auch bei bewölktem Himmel auf Sonnenschutz achten, denn bis zu 90 Prozent der gefährlichen UV-Strahlung dringen durch die Wolkendecke.

Datentabelle Hautkrebs 2017 zu 2007
Grafik: Steigerungsraten Hautkrebs 2017

Pressekontakt:

Daniela Preußner
Pressesprecherin
0511 2802-1610
presse@kkh.de


 

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