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Hartmannbund - Verband dt. Ärzte e. V.|07.10.2026

PRESSEMITTEILUNG

Hybrid-DRG erst ausgeweitet, nun vor dem Aus: Hartmannbund fordert Verlässlichkeit bei Reformen

Berlin (kkdp)·Der Hartmannbund sieht die im Rahmen der Änderungsanträge zur Reform der Notfallversorgung geplante Abschaffung der Hybrid-DRG ab dem Jahr 2028 kritisch. Aus Sicht des Verbandes sendet die Entscheidung ein problematisches Signal für die Weiterentwicklung einer sektorenübergreifenden und patientenorientierten Versorgung.

Die Hybrid-DRG wurden eingeführt, um ambulant erbringbare Leistungen unabhängig vom Versorgungssektor einheitlich zu vergüten. Erst in diesem Jahr wurde der Leistungskatalog erneut erweitert. Vor diesem Hintergrund bewertet der Hartmannbund die nun geplante Abschaffung des Instruments mit Unverständnis.

"Die Hybrid-DRG wurden geschaffen, um die Ambulantisierung medizinischer Leistungen voranzubringen und sektorale Grenzen zu überwinden. Umso unverständlicher ist es, dass dieses Instrument nun wieder abgeschafft werden soll, nachdem der Katalog zuletzt sogar erweitert wurde", erklärt Dr. Dr. Galina Fischer, Vorsitzende des Arbeitskreises II Stationäre Versorgung des Hartmannbundes.

Fischer betont, dass Krankenhäuser und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte verlässliche Rahmenbedingungen benötigen. Neue Versorgungs- und Vergütungsstrukturen könnten nur dann erfolgreich etabliert werden, wenn politische Entscheidungen langfristig Bestand haben und Reformziele konsequent verfolgt würden.

"Wer nachhaltige Veränderungen in der Versorgung erreichen will, muss Kontinuität schaffen. Ständige Kurswechsel erschweren die Umsetzung gesundheitspolitischer Reformen und gefährden das Vertrauen der Akteure in politische Entscheidungen", so Dr. Dr. Fischer.

Nach Auffassung des Hartmannbundes sollten die bisherigen Erfahrungen mit den Hybrid-DRG zunächst umfassend ausgewertet und bestehende Regelungen bei Bedarf weiterentwickelt werden. Die vollständige Abschaffung eines noch jungen und zuletzt sogar ausgeweiteten Instruments erscheint dagegen übereilt. Eine stärkere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung bleibt aus Sicht des Verbandes ein zentrales gesundheitspolitisches Ziel. Dafür brauche es verlässliche und langfristig angelegte Reformen statt wiederholter Systemwechsel.

Pressekontakt:

Andreas Aumann
Tel.: 030 206208-0
presse@hartmannbund.de

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© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.

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