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Spitzenverband Bund der Krankenkassen|03.11.2026

PRESSEMITTEILUNG

Wer kontrolliert die Intelligenz des Systems?

Berlin (kkdp)·In einem Gastartikel im aktuellen Handelsblatt Journal Health geht Stefanie-Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, der Frage nach, wie und durch wen die Leitplanken für die digitale Gesundheitsversorgung gesetzt werden. Demnach eröffne die Digitalisierung erhebliche Chancen, da medizinisches Wissen gezielter verfügbar gemacht, Behandlungsprozesse über einzelne Versorgungssituationen hinweg verknüpft und der Fokus stärker auf datengestützte Früherkennung sowie die kontinuierliche Begleitung chronisch kranker Menschen gerichtet werden könne.

Gestaltung neuer Möglichkeiten gemeinsame Aufgabe der Akteure des Gesundheitswesens

Stoff-Ahnis stellt in dem Gastartikel fest, dass die Verantwortung, medizinische Qualität, den Nutzen für und das Wohl von Versicherten zum zentralen Maßstab zu machen, bei denen liege, die digitale Plattformen gestalten. Hieraus folgen entsprechend Anforderungen an Evidenz, Datenschutz, Interoperabilität, Transparenz und diskriminierungsfreien Zugang. Sie bestimmen den institutionellen Rahmen, in dem Digitalisierung Vertrauen schaffen und nachhaltigen Nutzen für die Versorgung entfalten könne. Die Gestaltung dieser neuen Möglichkeiten ist für Stoff-Ahnis eine gemeinsame Aufgabe der maßgeblichen Akteure des Gesundheitswesens. Politik, gemeinsame sowie soziale Selbstverwaltung seien gefordert, die Rahmenbedingungen aktiv zu setzen und weiterzuentwickeln.

Besondere Rolle der gesetzlichen Krankenversicherung

Stoff-Ahnis weist im weiteren Verlauf auf die Aufgabe der gesetzlichen Krankenversicherung hin. Ihr gesetzlicher Auftrag bestehe darin, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder zu verbessern. Die gesetzliche Krankenversicherung sei dem Wohl ihrer Versicherten verpflichtet. Diese normative institutionelle Verankerung schaffe demzufolge eine besondere Grundlage für die vertrauenswürdige Gestaltung von digitalen Systemen und Plattformen durch die Selbstverwaltungsakteure: Maßstab der gemeinsamen Selbstverwaltung sind medizinische Evidenz, Versorgungsqualität und der Nutzen für die Versicherten. Getrennte Informationen können zusammengeführt und eine bislang episodisch organisierte Versorgung zu einem stärker vernetzten Versorgungsprozess weiterentwickelt werden.

Plattformen, die sich an diesen Leitgedanken ausrichten, können dabei helfen, die Sektorengrenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung zu überwinden, auch Praevention, Behandlung und Nachsorge können enger ineinandergreifen.

Pressekontakt:

Florian Lanz
GKV-Spitzenverband, Pressesprecher
Telefon 030-206288-4201
Fax 030-20628884201
presse@gkv-spitzenverband.de

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Dies ist ein Ausdruck aus www.krankenkassen-direkt.de
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© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.

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