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Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.|30.12.2025

PRESSEMITTEILUNG

Krankenkassenwechsel: Verbraucherzentrale fordert unabhängiges Vergleichsportal

Berlin (kkdp)·Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung werden im kommenden Jahr steigen. Umso wichtiger ist es, die Krankenkasse sorgfältig zu wählen. Dabei ist nicht nur der Preis entscheidend, sondern auch Leistung und Qualität. Damit Versicherte einfach und transparent gesetzliche Krankenkassen vergleichen können, fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband ein unabhängiges Vergleichsportal. Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, kommentiert:

"Der Zusatzbeitragssatz der Krankenkassen steigt im Jahr 2026. Wer jetzt darüber nachdenkt, die Krankenkasse zu wechseln, sollte allerdings nicht nur auf die Kosten, sondern auch die angebotenen Leistungen achten. Doch bislang fehlt ein unabhängiges, öffentlich zugängliches Vergleichsportal, das neben dem Beitrag auch Servicequalität und Leistungsumfang transparent macht. In Deutschland gibt es über 90 gesetzliche Krankenkassen. Die Politik muss dafür sorgen, dass Versicherte diese sinnvoll vergleichen können. Ohne verlässliche Informationen zu Qualität und Service bleibt die Wahl der passenden Krankenkasse für viele ein Ratespiel - mit möglicherweise teuren Folgen."

Die Mehrheit (59 Prozent) der Verbraucher:innen fände ein unabhängiges Vergleichsportal für Krankenkassen (auf jeden Fall bzw. eher) hilfreich, das neben Beitragshöhe und Leistungen auch Aspekte, wie Erreichbarkeit des Kundenservices, Unterstützung bei der Arztterminsuche oder Dauer der Antragsbearbeitung berücksichtigt. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative forsa-Befragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Vor allem jüngere Menschen (18-34 Jahre) sehen in einem solchen Vergleichsportal Vorteile, um die für sie persönlich beste Krankenkasse zu finden. In der Gruppe der 18-34-Jährigen geben 79 Prozent an, ein unabhängiges Krankenkassenvergleichsportal auf jeden Fall oder eher hilfreich zu finden. Aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands sollte der Krankenkassenvergleich beim Nationalen Gesundheitsportal (gesund.bund.de) angesiedelt werden.

Hintergrund

Verbraucher:innen können nach Beitragserhöhungen per Sonderkündigungsrecht ihre Krankenkasse wechseln. Dafür fehlt aber bislang ein Vergleichsportal, in dem Verbraucher:innen Preise, Leistungen und Qualität der über 90 gesetzlichen Krankenkassen vergleichen können. Die Ampel-Koalition plante, mit dem Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG) ein Krankenkassen-Vergleichsportal einzuführen, um erstmalig einen direkten Vergleich aller Einzelkassen anhand einheitlicher Qualitätskriterien zu ermöglichen. Das GVSG wurde im Laufe des Jahres 2024 beraten und trat am 1. März 2025 in Kraft. Die ursprünglich vorgesehene Regelung zur Einführung eines Krankenkassen-Vergleichsportals wurde im finalen Gesetz jedoch nicht berücksichtigt.

Methode

Repräsentative Telefonbefragung (12. bis 14. November 2025) von forsa im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Basis: 1.002 Personen ab 18 Jahren. Statistische Fehlertoleranz: max. +- 3 Prozentpunkte.

Pressekontakt:

Franka Kühn
Pressesprecherin VZBV
(030) 258 00-525
(030) 258 00-522
presse@vzbv.de

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Dies ist ein Ausdruck aus www.krankenkassen-direkt.de
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© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.

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