Wir versorgen Deutschland i.G.|14.01.2026
PRESSEMITTEILUNG
Vollbremsung bei der Ambulantisierung: WvD kritisiert Sparvorschläge des GKV-Spitzenverbandes an die Finanzkommission Gesundheit
Berlin (kkdp)·Mit seiner Stellungnahme vom 28. November 2025 an die Finanzkommission Gesundheit bringt der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) erneut gescheiterte Sparinstrumente im Hilfsmittelbereich in Stellung, die nach Einschätzung von "Wir versorgen Deutschland" (WvD) zentrale Versorgungsstrukturen schwächen und langfristig zu höheren Gesamtkosten im Gesundheitssystem führen. Besonders kritisch: Die Vorschläge ignorieren die eigenen Prozess- und Effizienzdefizite der Krankenkassen.
"Der GKV-Spitzenverband nennt es Sparen - tatsächlich werden hier Kosten verlagert: weg von eigenen Verwaltungsdefiziten, hin zu Versicherten und Versorgung. Hierdurch droht eine Vollbremsung bei der Ambulantisierung. Denn eine verstärkte Ambulantisierung funktioniert nur mit einer starken Hilfsmittelversorgung. Wer hier kürzt, produziert Drehtüreffekte und am Ende höhere statt niedrigere Kosten", erklären Kirsten Abel und Dr. Henning Schweer, Generalsekretäre von WvD.
Der GKV-Spitzenverband nutzt die Finanzkommission, um bekannte und gescheiterte Sparinstrumente im Hilfsmittelbereich neu zu verpacken. Vorschläge wie Festbeträge auszuhebeln, Ausschreibungen wieder einzuführen oder die Nutzungsdauer von Hilfsmitteln pauschal zu verlängern werden erneut als angeblich "qualitätsneutral" und kostensparend dargestellt. Belastbare Kostendaten, neutrale Studien oder transparente Berechnungsgrundlagen bleiben dabei jedoch weitgehend aus.
Statt die erheblichen Effizienzreserven in den eigenen Verwaltungs- und Genehmigungsprozessen zu heben, bedrohen diese Vorschläge mit der Hilfsmittelversorgung eine zentrale Voraussetzung für Mobilität, pflegerische Versorgung und eine erfolgreiche Ambulantisierung.
Diese Schwerpunktsetzung birgt langfristig erhebliche Kostenrisiken. Wird die ambulante Versorgung nach der Entlassung aus dem Krankenhaus geschwächt, droht ein medizinischer Drehtüreffekt: mit mehr Komplikationen, steigenden Pflegebedarfen und letztlich höheren Gesamtkosten. Kassen-eigene Analysen bei zentralen Indikationen wie zum Beispiel Ulcus cruris ("offenes Bein") zeigen bereits heute eine Unterversorgung.
WvD hat seine Bewertung und Kritik in einem ausführlichen Dossier zusammengefasst. Das Dossier (PDF, 141 KB) steht hier zur Verfügung.
Die Stellungnahme des GKV-Spitzenverbandes ist hier (PDF, 653 KB) abrufbar.
"Der GKV-Spitzenverband nennt es Sparen - tatsächlich werden hier Kosten verlagert: weg von eigenen Verwaltungsdefiziten, hin zu Versicherten und Versorgung. Hierdurch droht eine Vollbremsung bei der Ambulantisierung. Denn eine verstärkte Ambulantisierung funktioniert nur mit einer starken Hilfsmittelversorgung. Wer hier kürzt, produziert Drehtüreffekte und am Ende höhere statt niedrigere Kosten", erklären Kirsten Abel und Dr. Henning Schweer, Generalsekretäre von WvD.
Der GKV-Spitzenverband nutzt die Finanzkommission, um bekannte und gescheiterte Sparinstrumente im Hilfsmittelbereich neu zu verpacken. Vorschläge wie Festbeträge auszuhebeln, Ausschreibungen wieder einzuführen oder die Nutzungsdauer von Hilfsmitteln pauschal zu verlängern werden erneut als angeblich "qualitätsneutral" und kostensparend dargestellt. Belastbare Kostendaten, neutrale Studien oder transparente Berechnungsgrundlagen bleiben dabei jedoch weitgehend aus.
Statt die erheblichen Effizienzreserven in den eigenen Verwaltungs- und Genehmigungsprozessen zu heben, bedrohen diese Vorschläge mit der Hilfsmittelversorgung eine zentrale Voraussetzung für Mobilität, pflegerische Versorgung und eine erfolgreiche Ambulantisierung.
Diese Schwerpunktsetzung birgt langfristig erhebliche Kostenrisiken. Wird die ambulante Versorgung nach der Entlassung aus dem Krankenhaus geschwächt, droht ein medizinischer Drehtüreffekt: mit mehr Komplikationen, steigenden Pflegebedarfen und letztlich höheren Gesamtkosten. Kassen-eigene Analysen bei zentralen Indikationen wie zum Beispiel Ulcus cruris ("offenes Bein") zeigen bereits heute eine Unterversorgung.
WvD hat seine Bewertung und Kritik in einem ausführlichen Dossier zusammengefasst. Das Dossier (PDF, 141 KB) steht hier zur Verfügung.
Die Stellungnahme des GKV-Spitzenverbandes ist hier (PDF, 653 KB) abrufbar.
Pressekontakt:
Dr. Henning Schweer
Generalsekretär
Mobil: 0175 / 856 39 54
E-Mail: schweer@wirversorgendeutschland.de
Kirsten Abel
Generalsekretärin
Mobil: 0171 / 5 60 81 25
E-Mail: abel@wirversorgendeutschland.de
Dies ist ein Ausdruck aus www.krankenkassen-direkt.de
Es gelten die Allgemeinen Nutzungsbedingungen.
© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.
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