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BKK Dachverband e.V.|14.01.2026

PRESSEMITTEILUNG

Noch ein Weckruf: 82 Prozent der Deutschen bezweifeln, dass die Bundesregierung eine zukunftsfähige Gesundheits- und Pflegereform schafft

Berlin (kkdp)·Eine neue Forsa-Umfrage im Auftrag des BKK Dachverbandes zeigt, wie niedrig das Vertrauen der Deutschen in die Gesundheits- und Pflegepolitik der aktuellen Bundesregierung derzeit ist. Demnach glauben nur noch 16 Prozent der Befragten, dass es der aktuellen Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD gelingen wird, das Gesundheits- und Pflegesystem langfristig finanzierbar und zukunftsfest zu gestalten.

Die Betriebskrankenkassen fordern daher von der Bundesregierung für das neue Jahr entschlossenes Handeln mit Maßnahmen, die nicht nur die Beitragssätze stabilisieren, sondern auch die Gesundheitsversorgung spürbar verbessern.

"Das Gerangel um die Krankenhausreform und steigende Zusatzbeiträge haben die Menschen stark verunsichert und Vertrauen verspielt. Das passiert auch, weil Versprechen nicht eingehalten werden und ideen- und mutlose Vorschläge vorgebracht werden, die der dramatischen Situation in GKV und SPV nichts entgegensetzen. Stillstand ist also keine Option. In diesem Jahr muss die Bundesregierung liefern, um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Fürsorgeverantwortung des Staates wiederherzustellen. Andernfalls drohen die Themen Gesundheit und Pflege bei den bevorstehenden Urnengängen in den Ländern zu einem Abstrafthema zu werden", sagt Anne-Kathrin Klemm.

Vorschläge, die die breite Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger genießen, liegen auf dem Tisch. Die Bundesregierung muss sie sofort angehen. So wünschen sich zwei Drittel der Deutschen ein Primärversorgungssystem mit digital gestützter Ersteinschätzung. Andere Länder setzen diese Kombination seit Langem erfolgreich um, mit dem Effekt, dass die Versorgung deutlich koordinierter und effizienter ist - auch finanziell. Obendrein haben die Menschen in jenen Ländern auch noch eine höhere Lebenserwartung als in Deutschland.

77 Prozent der Deutschen wünschen sich zudem einen höheren Stellenwert der Prävention. Bislang fließen von knapp 360 Milliarden Euro GKV-Leistungsausgaben nur knapp zwei Prozent der Mittel in Gesunderhaltung. Leistungskürzungen hingegen erteilen die Befragten eine klare Absage. Nur 13 Prozent sehen darin eine geeignete Maßnahme, um das Gesundheitssystem finanziell wieder auf Kurs zu bringen.

"Gesunderhaltung, Behandlungserfolg im Krankheitsfall und die Bedarfe der Patientinnen und Patienten müssen zukünftig im Zentrum unseres Gesundheitssystems stehen. Es geht jetzt darum, die richtigen gesundheits- und versorgungspolitischen Weichen zu stellen, damit die Menschen besser versorgt werden, länger gesund bleiben und die finanziellen Mittel dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden und den größten Effekt erzielen", so Klemm weiter.

Pressekontakt:

Thorsten Greb
Pressesprecher
+49 30 2700 406 - 302
thorsten.greb@bkk-dv.de

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© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.

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