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Kassenärztliche Bundesvereinigung|11.02.2026

PRESSEMITTEILUNG

Digitalisierung
Dr. Sibylle Steiner: "Ob mit oder ohne ePA - elektronisches Versorgungsfach ist erforderlich"

Berlin (kkdp)·Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat heute die Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen und die Pflege vorgestellt. Dazu erklärt Dr. Sibylle Steiner, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV):

"Wir begrüßen es sehr, dass ausdrücklich das Ziel einer verlässlichen, stabilen und modernen Telematikinfrastruktur (TI) als Handlungsfeld in die Digitalisierungsstrategie des BMG aufgenommen worden ist. Denn immer noch sorgt eine nicht funktionierende digitale Technik viel zu häufig für Verzögerungen in den Praxisabläufen. Positiv bewerten wir vor diesem Hintergrund auch, dass die gematik gestärkt werden soll, indem sie Durchgriffsrechte gegenüber den Anbietern der TI erhält und somit ihre Betriebsverantwortung vollumfänglich wahrnehmen kann.

Nicht ganz so optimistisch sehen wir die vom Bundesministerium für Gesundheit skizzierte künftige Rolle der elektronischen Patientenakte (ePA). Für deren Weiterentwicklung müssen vor allem auch Qualität und Funktionalität in den Blick genommen werden. Solange die ePA nicht praxistauglich, stabil und ohne zusätzlichen Aufwand nutzbar ist, entsteht ein struktureller Mehraufwand im Praxisalltag. Damit zukünftig z. B. im Rahmen einer Ersteinschätzung erhobene Daten oder eine elektronische Überweisung (eÜberweisung) unabhängig davon, ob der Patient eine ePA hat oder nicht, verfügbar sind, halten wir ein elektronisches Versorgungsfach für erforderlich.

Generell können digitale Werkzeuge wie KI-Anwendungen helfen und unterstützen. Sie alleine können aber keine Diagnosen stellen, Therapieentscheidungen treffen oder Verordnungen auslösen, auch nicht, wenn es um Folgerezepte geht. Die medizinische Verantwortung liegt bei Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und die Versorgung findet in den Praxen statt."

Pressekontakt:

Kassenärztliche Bundesvereinigung
Roland Stahl, Pressesprecher
Tel.: (0 30) 40 05 - 22 01
Fax: (0 30) 40 05 - 22 90
RStahl@kbv.de

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Dies ist ein Ausdruck aus www.krankenkassen-direkt.de
Es gelten die Allgemeinen Nutzungsbedingungen.
© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.

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