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Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.|30.06.2026

PRESSEMITTEILUNG

Zugang zur ePA darf nicht am Endgerät scheitern

Berlin (kkdp)·Statement von Lucas Auer, Gesundheitsexperte im Verbraucherzentrale Bundesverband

Ab dem 1. Juli verlieren Verbraucher:innen mitunter den mobilen Zugriff auf ihre elektronische Patientenakte (ePA). Wer kein aktuelles Betriebssystem (mindestens Android 14 oder iOS 18) nutzt, kann die ePA-App seiner Krankenkasse nicht mehr verwenden. Nach Schätzungen der gematik könnte jede:r Fünfte betroffen sein. Hintergrund ist, dass ältere Betriebssysteme nicht mehr fortlaufend mit Sicherheitsupdates versorgt werden. Der Gesetzgeber muss Schritte einleiten, um Versicherten zeitnah einen von Privatgeräten unabhängigen Zugang zur ePA zu ermöglichen.

"Gesundheitsdaten sind hochsensibel. Strenge Sicherheitsvorgaben sind daher richtig. Gleichzeitig darf es nicht passieren, dass Versicherte dadurch den Zugang zu ihrer ePA verlieren. Ohne Zugriffsmöglichkeit können sie weder eigenständig ihre Daten einsehen noch steuern, wer darauf zugreift.

Die Krankenkassen sollten Betroffene transparent informieren und beim Wechsel auf alternative Zugänge wie Desktop-Anwendungen oder bei Vertretungslösungen zuverlässig unterstützen. Hier gibt es noch Nachholbedarf.

Der Gesetzgeber muss zügig Wege schaffen, damit Versicherte auch unabhängig von privaten Endgeräten auf ihre ePA zugreifen können. Mögliche Lösungen sind assistierte Angebote in Apotheken oder spezielle Gesundheitsterminals. Die Kontrolle über die eigenen Gesundheitsdaten darf nicht von der technischen Ausstattung oder dem Geldbeutel abhängen. Der Fall zeigt auch: Auf europäischer Ebene braucht es verbindliche, ausreichend lange Support-Zeiträume für Geräte, um Kosten für Verbraucher:innen und unnötigen Elektroschrott zu vermeiden."

Verbraucheraufruf zur ePA

In der ePA-App können Versicherte auch Einblick in die Abrechnungsdaten nehmen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband ruft Verbraucher:innen aktuell dazu auf, Unstimmigkeiten in den Abrechnungsdaten und weitere Erfahrungen mit der ePA online zu melden: Verbraucheraufruf zur ePA

Pressekontakt:

Franka Kühn
Pressesprecherin VZBV
(030) 258 00-525
(030) 258 00-522
presse@vzbv.de

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© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.

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