eurocom e. V. - European manufacturers federation for compression therapy and orthopaedic devices|15.10.2026
PRESSEMITTEILUNG
Folgenreicher Beschluss für Patient und Innovation
Berlin (kkdp)·Heute hat der Deutsche Bundestag mit dem Gesetzentwurf zur Reform der Notfallversorgung auch die Wiedereinführung von Ausschreibungen im Hilfsmittelbereich beschlossen. Wider alle schlechte Erfahrung wird damit ein gescheitertes Instrument bemüht, dass die Große Koalition 2019 bewusst abgeschafft hatte, um damit einhergehende Qualitätseinbußen zu unterbinden. eurocom-Geschäftsführerin Oda Hagemeier erklärt: "Wir fordern den Bundesrat auf zu intervenieren, denn die Rückkehr zu Ausschreibungen im Hilfsmittelbereich hätte weitreichende Folgen für Patient und Innovation: Die Versorgungsqualität leidet, die Wahlfreiheit wird eingeschränkt, die Innovationskraft der mittelständisch geprägten Hilfsmittelindustrie behindert. Schlussendlich konterkariert der Beschluss das Ziel einer Kostensenkung im System der gesetzlichen Krankenversicherung. Denn wer die Hilfsmittelversorgung primär über den Preis regelt, spart keine Kosten, sondern riskiert Mehrausgaben durch die notwendige Behandlung von Fehl- und Unterversorgungen."
Innovation und Versorgungsqualität leiden
Hohe Versorgungsqualität lebt von der Innovationskraft der mittelständisch geprägten Hilfsmittelhersteller, die medizinische Hilfsmittel kontinuierlich weiterentwickeln und so eine Hilfsmittelversorgung ermöglichen, die auf dem aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnis und des technologischen Fortschritts ist. Ausschreibungen bergen das Risiko, dass neue, technologisch weiterentwickelte Produkte aufgrund unzureichender Vergütungen nicht mehr wirtschaftlich angeboten werden können. Dies schränkt den Zugang der Patientinnen und Patienten zum medizinisch-technischen Fortschritt ein.
Gefahr für Wahlfreiheit und wohnortnahe Versorgung
Ausschreibungen führen zwangsläufig zu Verdrängung. Dieser betrifft insbesondere kleinere und regional verankerte Sanitätshäuser und Orthopädietechniker. Die Konzentration auf wenige Großanbieter gefährdet die Wahlfreiheit des Patienten und die wohnortnahe Versorgung. Der stationäre Fachhandel ist eine wichtige Versorgungssäule. Diese Struktur darf nicht durch Ausschreibungen gefährdet werden.
Verlust von Vertrauen und Planungssicherheit
Die Wiedereinführung steht im Widerspruch zu vorherigen Botschaften aus der Politik: Vermittelt wurde, dass die Belastungen durch den im Beitragssatzstabilisierungsgesetz verankerten pauschalen Abschlag von
3 Prozent für die Jahre 2027 und 2028 sowie die spätere Bindung der Vergütungssteigerungen an die Grundlohsummenrate und die erweiterten Festbeträge gerade dazu dienen, Ausschreibungen zu vermeiden. Dass nun alle Instrumente parallel greifen, beschädigt nicht nur politisches Vertrauen, sondern erschwert auch unternehmerische Planungssicherheit.
Kostensenkung wird konterkariert
Das Ziel der Beitragssatzstabilität kann nicht durch Ausschreibungen im Hilfsmittelbereich erreicht werden. Hierzu bedarf es echter Versorgungsstrukturänderungen. Wer ambulant vor stationär fordert, sollte bereit sein, in den Hilfsmittelbereich zu investieren, um die Eigenständigkeit der Patienten und damit den Bedarf an stationären Versorgungen zu vermeiden. - Zudem: Die Vertragspreise im Hilfsmittelbereich sind seit 2019 stabil geblieben oder gesunken; steigende Ausgaben basieren auf der Demografie und höheren Fallzahlen. Eine unzureichende Versorgungsqualität kann zu medizinischen Folgekomplikationen führen, deren Behandlung das Gesundheitssystem am Ende höher belastet.
Über eurocom
eurocom ist die Herstellervereinigung für Kompressionstherapie, orthopädische Hilfsmittel und digitale Gesundheitsanwendungen. Der Verband versteht sich als Gestalter und Dialogpartner auf dem Gesundheitsmarkt und setzt sich dafür ein, das Wissen um den medizinischen Nutzen, die Wirksamkeit und die Kosteneffizienz von Kompressionstherapie und orthopädischen Hilfsmitteln zu verbreiten. Zudem entwickelt eurocom Konzepte, wie sich die Hilfsmittelversorgung aktuell und in Zukunft sicherstellen lässt. Dem Verband gehören die maßgeblichen Unternehmen aus den Bereichen Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel an, die im deutschen und europäischen Markt tätig sind.
Innovation und Versorgungsqualität leiden
Hohe Versorgungsqualität lebt von der Innovationskraft der mittelständisch geprägten Hilfsmittelhersteller, die medizinische Hilfsmittel kontinuierlich weiterentwickeln und so eine Hilfsmittelversorgung ermöglichen, die auf dem aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnis und des technologischen Fortschritts ist. Ausschreibungen bergen das Risiko, dass neue, technologisch weiterentwickelte Produkte aufgrund unzureichender Vergütungen nicht mehr wirtschaftlich angeboten werden können. Dies schränkt den Zugang der Patientinnen und Patienten zum medizinisch-technischen Fortschritt ein.
Gefahr für Wahlfreiheit und wohnortnahe Versorgung
Ausschreibungen führen zwangsläufig zu Verdrängung. Dieser betrifft insbesondere kleinere und regional verankerte Sanitätshäuser und Orthopädietechniker. Die Konzentration auf wenige Großanbieter gefährdet die Wahlfreiheit des Patienten und die wohnortnahe Versorgung. Der stationäre Fachhandel ist eine wichtige Versorgungssäule. Diese Struktur darf nicht durch Ausschreibungen gefährdet werden.
Verlust von Vertrauen und Planungssicherheit
Die Wiedereinführung steht im Widerspruch zu vorherigen Botschaften aus der Politik: Vermittelt wurde, dass die Belastungen durch den im Beitragssatzstabilisierungsgesetz verankerten pauschalen Abschlag von
3 Prozent für die Jahre 2027 und 2028 sowie die spätere Bindung der Vergütungssteigerungen an die Grundlohsummenrate und die erweiterten Festbeträge gerade dazu dienen, Ausschreibungen zu vermeiden. Dass nun alle Instrumente parallel greifen, beschädigt nicht nur politisches Vertrauen, sondern erschwert auch unternehmerische Planungssicherheit.
Kostensenkung wird konterkariert
Das Ziel der Beitragssatzstabilität kann nicht durch Ausschreibungen im Hilfsmittelbereich erreicht werden. Hierzu bedarf es echter Versorgungsstrukturänderungen. Wer ambulant vor stationär fordert, sollte bereit sein, in den Hilfsmittelbereich zu investieren, um die Eigenständigkeit der Patienten und damit den Bedarf an stationären Versorgungen zu vermeiden. - Zudem: Die Vertragspreise im Hilfsmittelbereich sind seit 2019 stabil geblieben oder gesunken; steigende Ausgaben basieren auf der Demografie und höheren Fallzahlen. Eine unzureichende Versorgungsqualität kann zu medizinischen Folgekomplikationen führen, deren Behandlung das Gesundheitssystem am Ende höher belastet.
Über eurocom
eurocom ist die Herstellervereinigung für Kompressionstherapie, orthopädische Hilfsmittel und digitale Gesundheitsanwendungen. Der Verband versteht sich als Gestalter und Dialogpartner auf dem Gesundheitsmarkt und setzt sich dafür ein, das Wissen um den medizinischen Nutzen, die Wirksamkeit und die Kosteneffizienz von Kompressionstherapie und orthopädischen Hilfsmitteln zu verbreiten. Zudem entwickelt eurocom Konzepte, wie sich die Hilfsmittelversorgung aktuell und in Zukunft sicherstellen lässt. Dem Verband gehören die maßgeblichen Unternehmen aus den Bereichen Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel an, die im deutschen und europäischen Markt tätig sind.
Pressekontakt:
Antje Schneider, eurocom e.V. - European Manufacturers Federation for Compression Therapy and Orthopaedic Devices
Reinhardtstraße 15, D - 10117 Berlin,
Telefon: +49 (0) 30 - 25 76 35 063
Mobil: +49 (0) 1 76 - 61 33 07 60,
Mail: antje.schneider@eurocom-info.de
Dies ist ein Ausdruck aus www.krankenkassen-direkt.de
Es gelten die Allgemeinen Nutzungsbedingungen.
© 2000-2026 Redaktion kkdirekt; alle Rechte vorbehalten, alle Angaben ohne Gewähr.
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