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Samstag, 16.12.2017

Mitteilung

Statistisches Bundesamt|04.10.2017

PRESSEMITTEILUNG

Mehr Krankenhausentbindungen 2016 bei niedrigerer Kaiserschnittrate

Wiesbaden·Die Zahl der Krankenhausentbindungen in Deutschland hat sich im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 6,3 % auf 761 777 erhöht. Das war der fünfte Anstieg in Folge. Im Vergleich zu 2011 entspricht das einer Zunahme um 18,6 %. Im gleichen Zeitraum ist der Anteil der Frauen, die per Kaiserschnitt entbunden haben, nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) von 32,2 % auf 30,5 % gesunken.

Entgegen dem Trend zu insgesamt leicht niedrigeren Kaiserschnittraten nahm der Anteil der Kaiserschnittentbindungen gegenüber 2015 in Bayern (+ 0,4 Prozentpunkte), in Mecklenburg-Vorpommern (+ 0,3) und in Sachsen-Anhalt (+ 1,0) zu. Im Ländervergleich war die Kaiserschnittrate im Saarland mit 38,4 % am höchsten. Die wenigsten Kaiserschnittentbindungen wurden mit 23,8 % in Sachsen vorgenommen.

Andere Geburtshilfen wurden auch 2016 nur selten angewandt: Eine Saugglocke (Vakuumextraktion) wurde bei 5,9 % der Entbindungen eingesetzt, eine Geburtszange bei 0,4 % der Entbindungen.

Im Jahr 2016 führten 690 von 1 951 Krankenhäusern in Deutschland Entbindungen durch, das entspricht einem Anteil von 35,4 %. Im Vorjahr hatte der Anteil bei 36,2 % gelegen.

776 883 Kinder (einschließlich Zwillings- und Mehrlingsgeburten) wurden im Jahr 2016 im Krankenhaus geboren, 46 083 (6,3 %) mehr als im Jahr 2015. Der Anteil der lebend geborenen Kinder betrug in beiden Jahren 99,7 %.

Ausführliche Ergebnisse der Krankenhausstatistik 2015 differenziert nach Krankenhaustypen sowie nach Ländern enthält die Fachserie 12, Reihe 6.1.1 "Grunddaten der Krankenhäuser". Weitere Ergebnisse können auch über die Datenbank der Gesundheitsberichterstattung des Bundes abgerufen werden.

Pressekontakt:

Ute Bölt,
Telefon: +49 611 75 8107


 

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