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Dienstag, 17.01.2017

Berufsunfähigkeitsversicherung

Existenzschutz bei Krankheit

Kernstück der privaten Vorsorge - die Berufsunfähigkeitsversicherung

Die BU-Versicherung gilt neben der Privathaftpflicht als eine der wichtigsten Bereiche in der Privatvorsorge.

Versicherer gehen davon aus, dass knapp 25 Prozent der Arbeitnehmer aufgrund Berufsunfähigkeit vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden. Der Staat hilft im Ernstfall kaum - selbst bei der vollen gesetzlichen Erwerbsminderungsrente erhält ein Berufsunfähiger im Durchschnitt nur 30 Prozent seines letzten Bruttolohns. Für Selbstständige ist die private Vorsorge nahezu zwingend. So zahlt die private Krankenversicherung meist kein Tagegeld mehr, sobald Berufsunfähigkeit vorliegt. Auch die gesetzlichen Kassen zahlen Krankengeld max. 18 Monate für dieselbe Krankheit.
Wichtig beim Abschluss
Achten Sie neben der Prämien- und Rentenhöhe insbesondere auf
den Ausschluss der abstrakten "Verweisung" auf andere für Sie noch ausübbare Berufe.
den Verzicht der Arztanordnungsklausel: Sie müssen sich sonst im Zweifel den Anordnungen des Arztes (z. B. Medikamenteneinnahme oder die Akzeptanz von Operationen) unterwerfen.
den Mindestgrad der Berufsunfähigkeit. Üblich ist die Auszahlung ab 50 Prozent.
eine Befristung des Rechts zur Leistungsreduzierung bei falschen/unvollständigen Angaben im Versicherungsantrag. Grund: Jeder kann etwas übersehen; ggf. führen auch Ärzte Ihnen nicht (mehr) bekannte Daten in ihren Akten.
Mit einer BU-Versicherung sichern Sie Ihre finanzielle Existenz bei Berufsunfähigkeit. Sie wird mit Eintritt der BU monatlich als Rente gezahlt, meist bis zur Altersrente oder dem 65. Lebensjahr. Ihre Höhe sollte sich - zusammen mit ggf. anderen Leistungen - an Ihrem bisherigen Netto orientieren.