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Dienstag, 28.06.2016

Mitteilung

VIACTIV Krankenkasse|04.02.2016

PRESSEMITTEILUNG

Mehr Qualität für Frühchen - Qualitätsvergleich von Perinatalzentren im Internet

Bochum·Von den rund 5800 Neugeborenen, die als Versicherte der VIACTIV im Jahr 2015 zur Welt kamen, war jedes zwölfte zu früh, also vor der 37. Schwangerschaftswoche. Wird ein Kind vor 32 Schwangerschaftswochen geboren, liegt das Geburtsgewicht in der Regel unter 1.500 Gramm. Dies sind bei der VIACTIV etwa ein Prozent der Neugeborenen. Mittlerweile haben auch Babys mit wenigen hundert Gramm Geburtsgewicht eine gute Chance gesund in die Welt zu starten - wenn sie von Anfang an gut versorgt werden.

Frühchen mit einem sehr geringen Geburtsgewicht brauchen eine hochspezialisierte Versorgung, aber nicht jedes Krankenhaus kann dies leisten. So genannte Perinatalzentren sind auf diese Babys spezialisiert und technisch wie personell für die Versorgung besonders ausgestattet. Aber auch bei den für die Behandlung dieser Babys zugelassenen Kliniken gibt es Unterschiede in der Qualität. Dass alle Kliniken großes Interesse an solchen Fällen haben, ist nur zu verständlich. Schließlich winken Vergütungssätze von einigen zehntausend bis über einhunderttausend Euro.

Unter www.perinatalzentren.org können Eltern und Ärzte jetzt die Qualität aller Perinatalzentren vergleichen. Datengrundlage der Internetplattform, die das Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA-Institut) im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), des obersten Beschlussgremiums im deutschen Gesundheitswesen, erstellt hat, sind Angaben zur Behandlungsqualität von 222 Krankenhäusern innerhalb der letzten fünf Erfassungsjahre, also von 2010-2014.

"Wir sind sehr froh, dass mittlerweile alle Kliniken, die diese Leistung erbringen, in einen Qualitätsvergleich einbezogen sind, der allgemeinverständlich und im Internet für jeden zugänglich ist", erläutert Reinhard Brücker, Vorstandsvorsitzender der VIACTIV Krankenkasse, und ergänzt: "Das hilft betroffenen Eltern und einweisenden Ärzten bei der Auswahl einer geeigneten Klinik."

Allerdings hätte sich der Kassenchef bereits bei der Zulassung von Perinatalzentren durch die Landespolitik mehr Qualität gewünscht. Nämlich die Berücksichtigung der Erfahrung und Routine einer Klinik mit solchen Fällen. "Es ist schon ein riesiger Unterschied, ob der Erfahrungsschatz einer Klinik auf durchschnittlich 5 Fällen im Jahr beruht oder auf über 80. Beides gibt es innerhalb eines Radius von 25 Kilometern rund um unseren Kassensitz oder unsere Geschäftsstellen. Leider haben sich die Kliniken dieser Forderung erfolgreich widersetzt."

Hierauf können Eltern und Ärzte aber jetzt selbst achten, denn im Qualitätsvergleich ist auch die Zahl der Behandlungsfälle angegeben. "Aus unserer Sicht sollte für die Versorgung von Frühchen mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1500 Gramm die Erfahrung und

Routine aus mindestens 30 Behandlungsfällen im Jahr vom Krankenhaus nachgewiesen werden", so Reinhard Brücker.

Der G-BA hatte im Sommer 2013 den Beschluss gefasst, dass Krankenhäuser, die zur Versorgung von Früh- und Neugeborenen zugelassen sind, zunächst freiwillig ihre Ergebnisdaten über Behandlungen zentral veröffentlichen. Ab dem 1. Dezember 2015 sind alle Perinatalzentren verpflichtet, ihre Ergebnisdaten auf der zentralen Internetplattform www.perinatalzentren.org zu veröffentlichen.

Pressekontakt:

Monika Hille
Telefon: 0234 4792709
Mobil: 0171 8605975
E-Mail: monika.hille@viactiv.de


 

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