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Dienstag, 19.11.2019

News & Meldungen

Modernisierung des Berufsbildes

Bundesregierung beschließt Entwurf des PTA-Reformgesetzes

28.08.2019·Das Bundeskabinett hat am 28.08.2019 den Entwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung des Berufsbildes und der Ausbildung der pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA-Reformgesetz) beschlossen.

Das Gesetzesvorhaben ist Teil der Strategie des BMG, die Ausbildungen der Gesundheitsberufe an heutige Anforderungen in der Berufspraxis anzupassen und sie insgesamt zu modernisieren. Mit der Reform soll das Interesse an dem Beruf der PTA für die Zukunft gesichert und einem Fachkräftemangel in den Apotheken entgegengewirkt werden. "PTA übernehmen in den Apotheken wichtige und verantwortungsvolle Aufgaben bei der Beratung und der Abgabe von Arzneimitteln und Medizinprodukten. Diese Kompetenzen stärken wir mit einem modernen Berufsgesetz", so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch bei der Vorstellung des Gesetzentwurfs in Berlin.

Das Gesetz soll zum 01.01.2021 in Kraft treten. Der Bundesrat muss dem Gesetz zustimmen.

Die wesentlichen Regelungen des Gesetzentwurfs:

Das bisherige Berufsgesetz wird modernisisert. Insbesondere werden Regelungen zum Berufsbild, zum Ausbildungszugang und zur Struktur der Ausbildung, zu den Mindestanforderungen an die Schulen sowie zum Ausbildungsverhältnis während der praktischen Ausbildung getroffen. Zudem werden auch die Begrifflichkeiten an zeitgemäße Formulierungen angepasst.

Das Berufsbild und die Ausbildung der PTA werden an geänderte Anforderungen im Apothekenalltag angepasst. Ein Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Beratungskompetenz, da die Abgabe von Arzneimitteln und Medizinprodukten und die fachgerechte Information der Patienten gegenüber der Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung wird entsprechend geändert. Die Vermittlung der pharmazeutisch technologischen Kompetenz muss dabei gewährleistet bleiben.

Die Ausbildung dauert weiterhin zweieinhalb Jahre. Sie gliedert sich in einen zweijährigen schulischen Teil und eine halbjährige praktische Ausbildung in einer Apotheke. Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen.

Während der praktischen Ausbildung in einer Apotheke sollen die Auszubildenden eine angemessene Vergütung erhalten. Dies wird im Ausbildungsvertrag ausdrücklich festgelegt. Die Schulgeld-Frage soll entsprechend dem Koalitionsvertrag in ein Gesamtkonzept zur Reform der Gesundheitsfachberufe einbezogen werden.

In der Apothekenbetriebsordnung wird geregelt, dass erfahrenen PTA unter bestimmten Voraussetzungen erweiterte Kompetenzen im Apothekenbetrieb übertragen werden können. Eine Vertretung der Apothekenleiterin oder des Apothekenleiters ist weiterhin nicht vorgesehen.

Vor Inkrafttreten des Reformgesetzes begonnene PTA-Ausbildungen werden nach bisherigen Vorschriften weitergeführt und abgeschlossen.

 

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