krankenkassen-direkt.de nutzt Cookies, um Ihnen
einen besseren Service zu bieten. Mehr Informationen
OK

Unabhängiges Informations- und Karriereportal für die gesetzliche Krankenversicherung
Samstag, 11.07.2020

News & Meldungen

Zusammenschluss

Bundeskartellamt genehmigt Fusion zweier BKKn

16.06.2020·Das Bundeskartellamt hat im Zuge seiner Fusionskontrolle den Zusammenschluss der atlas BKK ahlmann mit der Schwenninger Krankenkasse genehmigt. Die Fusion soll zum 01.01.2021 erfolgen.

Zusammen versichern beide Betriebskrankenkassen rund 370.000 Menschen und beschäftigen bundesweit rund 730 Mitarbeiter. Der deutliche größere Partner ist die Schwenninger Krankenkasse. Mit knapp 620 Mitarbeitern und insgesamt 14 Geschäftsstellen betreut sie gut 311.000 Versicherte (Stand: 01.01.2020). Ihr kassenindividueller Zusatzbeitragssatz beträgt schon seit 01.04.2017 konstant 1,3 Prozent (Gesamtbeitragssatz also aktuell 15,9 Prozent).

Deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen seit Jahresbeginn die Mitglieder der atlas BKK ahlmann. Ihren seit 01.01.2016 gültigen individuellen Zusatzbeitrag von 1,2 Prozent musste die Kasse zum 01.01.2020 um 0,5 Punkte auf 1,7 Prozent anheben. Die atlas BKK ahlmann betreut knapp 60.000 Versicherte mit 114 Mitarbeitern in 3 Geschäftsstellen. Im Gegensatz zur Schwenninger Krankenkasse ist sie bislang nicht bundesweit, sondern nur in Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen tätig.

Zusammenschlüsse zwischen Unternehmen unterliegen unter bestimmten Voraussetzungen der Fusionskontrolle durch das Bundeskartellamt. Sie dürfen erst nach erfolgter Freigabe vollzogen werden. Im Falle der beiden BKKn wurde die Freigabe am 08.06.2020 erteilt.

Weitere Kassenfusionen in 2021 wahrscheinlich

Seit 01.01.2020 sind einschließlich der Landwirtschaftlichen Krankenkasse (LKK) noch 105 gesetzliche Krankenkassen tätig. Durch die hohen Ausgaben im Zuge der Corona-Krise wird erwartet, dass weitere Kassen unter Kostendruck geraten werden. Der GKV-Spitzenverband hat deshalb mehrfach angemahnt, gesamtgesellschaftliche Aufgaben der Pandemie - wie beispielsweise symptomunabhängige Coronatests - aus dem Steueraufkommen und nicht aus dem Gesundheitsfonds, also aus Beitragsmitteln der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), zu finanzieren. Andernfalls drohe den Kassen spätestens zum Jahreswechsel 2020/2021 ein existenziell bedrohlicher Liquiditätsengpass bis hin zu Schließungen von Kassen mit geringen Reserven.

 

Immer aktuell - der kostenfreie GKV-Newsletter:

GKV-Newsletter

Info|Hilfe|Datenschutzerklärung


Termine

Terminhinweis zu den Themen Krankenkasse, Gesundheitspolitik und Karriere in der GKV:

Termine
Weitere News

Elektronische Patientenakte ab 2021

Bundestag beschließt Patientendaten-Schutz-Gesetz

Mittels App können Versicherte ihre E-Rezepte künftig in einer Apotheke ihrer Wahl einlösen. Facharzt-Überweisungen lassen sich digital übermitteln. Und Patienten...

 

Nach Kritik und Änderungen

Bundestag beschließt Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz

Im Vorfeld des Beschlusses war das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eingebrachte Gesetz in wichtigen Punkten noch geändert worden. Sozialverbände,...

 

Datenschutz-Grundverordnung DSGVO

Aufsichtsbehörden kündigen erstmalige Prüfung der Websites von Krankenkassen an

Sowohl der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Professor Ulrich Kelber, als auch das Bundesamt für Soziale Sicherung...

mehr News...