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Sonntag, 25.08.2019

Mitteilung

AOK-Bundesverband GbR|10.08.2019

PRESSEMITTEILUNG

Überhöhte Kontrastmittel-Pauschalen: "Wir nehmen das sehr ernst"

Berlin·AOK: Versorgung mit Kontrastmitteln muss wirtschaftlich erfolgen

Die aufgrund der Recherche von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" vorliegenden Informationen über das intransparente Geschäftsgebaren von Kontrastmittelanbietern und Radiologen nimmt die AOK-Gemeinschaft sehr ernst. Dazu erklärte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jens Martin Hoyer:

"Durch die Rechercheergebnisse haben die Krankenkassen Zugang zu Daten, zu denen bislang allenfalls vage Vermutungen vorlagen. Vor diesem Hintergrund gibt es die Chance, die bestehenden und für alle Kassen in der jeweiligen Region gemeinsam abgeschlossenen Vereinbarungen zu überprüfen und bei Bedarf neu zu verhandeln. In vielen Regionen erfolgt dies unter Federführung der AOK, aber auch andere Krankenkassen sind hier aktiv. Dabei sind überflüssige Kosten für die gesetzlich Krankenversicherten zu vermeiden. Auch muss dem Verdacht auf medizinisch unnötige Mengenausweitungen nachgegangen werden. In einigen Regionen reagierten die Radiologen bislang mit erbittertem Protest auf das Vorhaben der Krankenkassen, hier zu wirtschaftlich vernünftigen Lösungen zu kommen. Dies hat zu regional sehr unterschiedlichen Versorgungsmodellen geführt.

Die AOK-Gemeinschaft wird auch den Vorwurf prüfen, die Radiologen hätten mehr Kontrastmittel eingesetzt als medizinisch notwendig. Es sind vor allem die Radiologen selbst, die jetzt dazu beitragen müssen, dass Patienten nicht länger verunsichert werden und eine wirtschaftliche Versorgung erfolgen kann. Die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Landesärztekammern sind ihrerseits aufgerufen, gegebenenfalls disziplinarische Maßnahmen zu ergreifen. Nur so kann verloren gegangenes Vertrauen wiederhergestellt werden."

Pressekontakt:

Dr. Kai Behrens
Telefon: 030 / 34646-2309
Mobil: 01520 / 15603042
E-Mail: presse@bv.aok.de


 

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