AOK Rheinland/Hamburg|22.12.2021

PRESSEMITTEILUNG

Politische Gestaltungsspielräume für eine zukunftsweisende Gesundheitsversorgung nutzen

Düsseldorf/Hamburg (kkdp)·Verwaltungsrat der AOK Rheinland/Hamburg verabschiedet Haushalt für 2022

Der Verwaltungsrat der AOK Rheinland/Hamburg hat den Haushaltsplan für das Jahr 2022 beschlossen. Die Gesundheitskasse plant die Gesundheitsversorgung ihrer aktuell mehr als 3 Millionen Versicherten für 2022 mit einem Haushalt von 12 Mrd. EUR. Der paritätisch getragene Zusatzbeitrag beträgt für das kommende Jahr 1,6 Prozent.

Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung neu aufstellen

"Die gesetzlichen Krankenkassen sind derzeit vor enorme Herausforderungen gestellt. Kostspielige Gesetze aus der letzten Legislaturperiode, aber auch steigende Ausgaben für die Versorgung der Versicherten haben insgesamt zu einer angespannten Finanzsituation geführt. Wir fordern deshalb von der neuen Bundesregierung, die Sozialgarantie mindestens bis 2023 einzuhalten", so Wolfgang Ropertz, Arbeitgebervertreter und alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. "Eine nachhaltige Konsolidierung der Finanzlage ist daher eine der drängendsten gesundheitspolitischen Aufgaben der Ampelkoalition", ergänzt der Verwaltungsratsvorsitzende und Versichertenvertreter Dieter Kolsch. Wichtig sei, dass es keine Einbußen bei den Leistungen für die Versicherten gebe und sich die Menschen weiterhin darauf verlassen könnten, die bestmögliche Versorgung zu erhalten.

Politische Gestaltungsspielräume nutzen

Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, sieht politische Gestaltungsspielräume für eine zukunftsweisende Neuausrichtung der Gesundheitsversorgung, zum Beispiel bei der Krankenhausplanung: "Durch eine strategische Vernetzung und eine intelligente Bündelung von Klinikstandorten, die auf eine Spezialisierung der Kompetenzen und eine Grundversorgung in der Fläche setzt, können Fehlinvestitionen vermieden und die Versorgung der Patientinnen und Patienten zeitgleich verbessert werden." Neben der sinnvollen Zusammenführung insbesondere komplexer medizinischer Leistungen müssten die Schnittstellen zur ambulanten Versorgung in den Blick genommen werden. Eine flächendeckende und wohnortnahe Erreichbarkeit von Krankenhäusern - gerade im ländlichen Raum - stünde aber nicht zur Disposition. Darüber hinaus lägen auch im Arzneimittelbereich, etwa bei der Preisgestaltung bei Medikamenten, große Potenziale, die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung zu senken, ohne Einschnitte in der Versorgung befürchten zu müssen. Diese gelte es zu nutzen, um eine nachhaltige Gestaltung der Gesundheitsversorgung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen in einer immer älter werdenden Gesellschaft orientiert, auf den Weg zu bringen.

Pressekontakt:

Pressestelle
Telefon 0211 8791- 1038
presse@rh.aok.de


GKV-Newsletter
GKV-Newsletter - "einfach" informiert bleiben

Der kostenfreie Infoservice zur GKV und Gesundheitspolitik

Immer aktuell
GKV-Newsletter
GKV-Newsletter - "einfach" informiert bleiben

Der kostenfreie Infoservice zur GKV und Gesundheitspolitik