Statistisches Bundesamt|17.02.2021

PRESSEMITTEILUNG

Erstmals seit Jahren: Reallöhne im Jahr 2020 um 1,0 Prozent gegenüber 2019 gesunken

Wiesbaden (kkdp)·Nominallöhne entwickeln sich erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2007 negativ: -0,6 % im Vergleich zum Vorjahr

Der Nominallohnindex in Deutschland ist nach vorläufigen Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung im Jahresdurchschnitt 2020 um gut 0,6 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Index bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen ab. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um knapp 0,5 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sanken die Reallöhne damit um durchschnittlich 1,0 % gegenüber 2019. Somit mussten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland im Jahr 2020 anders als zu Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 Verdiensteinbußen hinnehmen.

Die Corona-Krise und der daraus resultierende vermehrte Einsatz von Kurzarbeit hat die gesamtwirtschaftliche Lohnentwicklung im Jahr 2020 stark beeinflusst und führte erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2007 zu einem nominalen Verdienstrückgang. Das Kurzarbeitergeld, das die Einkommensverluste für viele Beschäftigte abgefedert hat, ist hierbei nicht berücksichtigt. Während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 waren die nominalen Verdienste im Jahr 2009 um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, die realen Verdienste waren damals um 0,1 % gesunken.

Die Angaben sind vorläufige Ergebnisse über die nominale (nicht preisbereinigte) und reale (preisbereinigte) Entwicklung der Bruttoverdienste in Deutschland im Jahr 2020. Detaillierte und endgültige Daten für das 4. Quartal 2020 und das Jahr 2020 werden voraussichtlich Ende März 2021 veröffentlicht. Zum Thema "Verdienste" hat das Statistische Bundesamt zudem einen Podcast auf seiner Website veröffentlicht. Im Fokus stehen dort die Verdienststatistik und der interaktive Gehaltsvergleich des Statistischen Bundesamtes.

Pressekontakt:

Vierteljährliche Verdiensterhebung
Telefon: +49 (0) 611/75 41 49

Pressestelle:
Telefon: +49 (0) 611/75 34 44


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