EPatient Analytics GmbH|01.06.2022

PRESSEMITTEILUNG

Bürger wollen ihre Gesundheitsdaten freigeben. Erste repräsentative Befragung räumt mit weit verbreiteten Fehleinschätzungen auf.

Berlin (kkdp)·Die Bevölkerung vertraut der medizinischen Forschung und will ihre Daten mit überwältigender Mehrheit freigeben. Rund 80 Prozent der Bürger:innen würden ihre Daten der medizinischen Forschung zur Verfügung stellen, 70 Prozent wollen die von ihnen gesammelten Daten in die elektronische Patientenakte einfließen sehen oder ihrer Krankenkasse zukommen lassen. Sie erwarten sich dadurch bessere, da auf sie persönlich abgestimmte Verhaltensempfehlungen. Selbst Gendaten würde die Hälfte der Bevölkerung für die Forschung zur Verfügung stellen.

5000 Bürger:innen wurden dazu dieses Frühjahr in einer wissenschaftlichen Studie, repräsentativ für alle Onliner (90 Prozent der Bevölkerung) befragt. Der Studieninitiator Dr. Alexander Schachinger (EPatient Analytics), unterstützt von Prof. Dr. Sylvia Thun (Charité) und Prof. Dr. Klaus Hurrelmann (Hertie School Berlin) zeichnet damit diesem Themenfeld erstmals ein Bild aus der Wirklichkeit.


Dass aufgrund der seit knapp 20 Jahren verzögerten Digitalisierung des deutschen Gesundheitssystems, die Mehrheit der Vitaldaten der Bevölkerung ins Ausland wandern, erscheint als ein bedenkliches Versäumnis der Politik. Die erste unabhängige Studie zum Verhalten der Bevölkerung gegenüber ihren Gesundheitsdaten räumt mit Fehleinschätzungen auf: Fast die Hälfte der Bevölkerung würde ihre persönlichen Gendaten der forschenden Industrie zur Verfügung stellen, ein Vertrauensbeweis, der dem bisherigen öffentlichen Eindruck diametral widerspricht.

"Es wurde Zeit der Gesundheitspolitik dieses Bild vorzuführen: Die Bürger:innen wollen ihre Gesundheitsdaten für eine bessere und somit auch sichere Medizin nutzbar machen." so Prof. Dr. Sylvia Thun, Direktorin für E-Health am Berlin Institute of Health, Charité.

"Die Studie zeigt: Die Bevölkerung ist bei der Nutzung digitaler Angebote zur Förderung der eigenen Gesundheit sehr viel weiter als die Politik. Eine konsequente Digitalisierungsstrategie würde auf große Zustimmung stoßen. Viele warten geradezu darauf." so Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Professor of Public Health an der Hertie School Berlin und neben Prof. Dr. Sylvia Thun einer der beiden wissenschaftlichen Berater:innen der Studie.

Der Datensatz mit 5000 Fällen, 80 Fragen, über 400 Variablen ist für Detailanalysen auf Anfrage erhältlich.

Die Ergebnisse im Detail sowie erste Infografiken unter:
www.epatient-analytics.com/aktuelles/

Pressekontakt:

Dr. Alexander Schachinger
Mobil.: 0171 8482 718
Tel.: +49 30 8057 996 69
Mail: kontakt@epatient-analytics.com
www.epatient-analytics.com


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