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Donnerstag, 20.09.2018

Mitteilung

Verband der Ersatzkassen e. V.|08.03.2018

PRESSEMITTEILUNG

Erkältungswelle: vdek und KBV rufen zu bewusstem Antibiotika-Einsatz auf

Berlin·Was tun bei Erkältungen und Grippe?

Bei Grippe und Erkältungen sind Antibiotika in den meisten Fällen wirkungslos. Darauf haben der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) anlässlich der aktuellen Erkältungswelle in Deutschland hingewiesen. vdek und KBV riefen Patienten und Ärzte zugleich zu einem bewussteren Einsatz von Antibiotika auf. Grund: Jede unnötige Einnahme erhöht das Risiko, dass Bakterien gegen die hochwirksamen Medikamente resistent werden und schwerwiegende Krankheiten nicht mehr behandelt werden können.

"Vor allem bei akuten Atemwegsinfekten mit Halsschmerzen, Husten, Schnupfen oder Bronchitis helfen Antibiotika in der Regel nicht. Denn diese werden sehr häufig von Viren verursacht - und gegen diese sind Antibiotika wirkungslos", sagte Dr. Roland Stahl, Pressesprecher der KBV.

vdek und KBV weisen in diesem Zusammenhang auf ihr gemeinsames Projekt RESIST hin, das in acht KV-Bezirken durchgeführt wird (Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein, Saarland und Westfalen-Lippe). RESIST steht für "Resistenzvermeidung durch adäquaten Antibiotikaeinsatz". Michaela Gottfried, Pressesprecherin des vdek, betonte: "Unser Ziel mit RESIST ist es, unnötige Antibiotikaverordnungen zu vermeiden und auf einen bewussteren Einsatz von Antibiotika hinzuwirken." Seit Mitte 2017 können sich Ersatzkassen-Versicherte bei Verdacht auf einen akuten Atemwegsinfekt in den acht KV-Bezirken im Rahmen von RESIST durch rund 2.500 Haus-, Kinder-, HNO-Ärzte oder einen Facharzt für Innere Medizin speziell beraten lassen. Das Projekt wird vom Innovationsfonds der gesetzlichen Krankenversicherung gefördert.

vdek und KBV erinnerten daran, dass Erkältungen in aller Regel von alleine abklingen. Zudem können die Symptome durch schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente gelindert werden. Bestehen die Beschwerden fort oder verschlechtert sich das Befinden, sollten Patienten ihren Arzt aufsuchen. Patienten können aber auch viel selbst tun:

Bettruhe halten: Stress und körperliche Anstrengung belasten den kranken Körper während einer Erkältung zusätzlich. Daher sollten Patienten sich schonen.

Genug trinken: Flüssigkeit hilft den Schleim zu lösen und gleicht den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen aus. Deswegen ist es wichtig ausreichend zu trinken. Empfehlenswert sind ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees sowie (Mineral-)Wasser.

Öfter Lüften: Trockene Heizungsluft entzieht der Nasenschleimhaut die Feuchtigkeit und hemmt ihre Abwehrfunktion. Regelmäßiges Lüften bringt hier Abhilfe.

Verzicht aufs Rauchen: Tabakrauch schadet dem Immunsystem und belastet die Atemwege zusätzlich. Raucher sollten daher auf Zigaretten verzichten.

Mehr Informationen:

Die wichtigsten Fragen rund um das Thema Antibiotika und Antibiotika-Resistenzen beantwortet ein FAQ-Katalog von vdek und KBV.

Mehr Informationen zu RESIST gibt es auf www.vdek.com/resist sowie unter www.kbv.de/resist.

Gemeinsame Pressemitteilung

Pressekontakt:

Michaela Gottfried, Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Tel.: 030/26931-1200, E-Mail: michaela.gottfried@vdek.com

Dr. Roland Stahl, Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
Tel.: 030/4005-2201, E-Mail: rstahl@kbv.de


 

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