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Donnerstag, 12.12.2019

Mitteilung

Techniker Krankenkasse|16.09.2019

PRESSEMITTEILUNG

Jeder Sechste vermutet Fehler bei Diagnose oder Therapie

Hamburg·Medikament falsch dosiert, Patient verwechselt, Hygieneregeln nicht befolgt: Im Krankenhaus oder in der Praxis vor Ort kann es zu Fehlern kommen. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) anlässlich des ersten Welttags der Patientensicherheit zeigt: Zwölf Prozent der Menschen in Deutschland geben an, dass sie in den letzten zehn Jahren einmal einen vermuteten Fehler bei einer medizinischen Untersuchung oder Behandlung erlitten haben. Vier Prozent schätzen, dass es sogar mehrmals zu einem Fehler gekommen ist. Insgesamt berichtet also jeder Sechste von einem vermuteten Fehler.

"Behandlungen sicherer zu machen, ist eine der wichtigsten Herausforderungen des Gesundheitswesens", sagt Hardy Müller, TK-Beauftragter für Patientensicherheit. "Es ist deshalb ein richtiges Zeichen, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in diesem Jahr erstmals einen "World Patient Safety Day" als weltweiten Aktionstag ausgerufen hat." So soll das Thema Patientensicherheit in das Bewusstsein der Menschen gerückt werden. Experten schätzen, dass es allein in Krankenhäusern in Deutschland bei jährlich rund 20 Millionen Behandlungen etwa 400.000 bis 800.000 Mal zu vermeidbaren Fehlern kommt.

Deutlich mehr als die Hälfte der vermuteten Fehlgriffe passieren im Krankenhaus

62 Prozent der Befragten, die bei sich in den vergangen zehn Jahren einen Fehler vermutet haben, gaben an, dass im Krankenhaus etwas schief gelaufen sei. 37 Prozent gaben an, der Fehlgriff sei in einer Arztpraxis passiert. Jeder zweite vermutete Fehler ist laut Umfrage bei einer Untersuchung oder Diagnose aufgetreten (53 Prozent). Lediglich 42 Prozent der Befragten haben sich externe Hilfe oder Beratung geholt. Fast drei Viertel (71 Prozent) wandten sich an einen anderen Arzt. Ein Viertel (25 Prozent) sprach den behandelnden Arzt an.

TK unterstützt Versicherte bei Behandlungsfehlern

TK-Versicherte, die einen Behandlungsfehler vermuten, können sich bei der TK über weitere Schritte informieren oder unterstützen lassen. Zu den Angeboten gehört eine Beratungshotline (040 - 46 06 61 21 40), ein Wegweiser Behandlungsfehler (www.tk.de, Suchnummer 2002890) und eine Beratungsbroschüre (Suchnummer 2015266).

Fehlerberichts- und Lernsysteme helfen Praxen, Fehler zu vermeiden

Die TK engagiert sich zudem seit vielen Jahren in zahlreichen Projekten für mehr Sicherheit in Kliniken und Arztpraxen. Allein sieben der rund 30 Versorgungsforschungsprojekte mit TK-Beteiligung sollen die Sicherheit von Patienten verbessern und weiterentwickeln. Darunter ist auch das Projekt CIRSforte. Es unterstützt aktuell 200 Arztpraxen dabei, ein Fehlerberichts- und Lernsystem einzuführen, um Schwachpunkte und Risiken in den Arbeitsabläufen zu identifizieren. Dabei sollen die Ärzte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch einen offenen Austausch über Fehler oder andere kritische Ereignisse lernen. Zudem bietet die TK ihren Kunden Patientenschulungen und die Kursreihe "Kompetent als Patient" an.

Hinweis

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den ersten "World Patient Safety Day" am 17. September 2019 unter das Motto "Speak up for patient safety!" gestellt. Der erste Welttag appelliert an alle Beteiligten, sich für Patientensicherheit einzusetzen und dem Thema Gehör zu verschaffen. In Deutschland hatte das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), das auch von der TK unterstützt wird, bereits 2015 mit seinen Partnerorganisationen in der Schweiz und Österreich einen internationalen Tag der Patientensicherheit etabliert.

Für die Umfrage zur Patientensicherheit hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK vom 23. August bis 3. September 2019 1.002 Menschen in Deutschland befragt. Informationen zu Patientenschulungen und der Kursreihe "Kompetent als Patient" sind unter www.tk.de verfügbar.

Informationen zum Versorgungsforschungsprojekt CIRSforte bietet die gleichnamige Website unter www.cirsforte.de. Das Projekt wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert.

Pressekontakt:

Gabriele Baron
Pressereferentin
gabriele.baron@tk.de
040 - 69 09-17 09


 

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