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Sonntag, 28.02.2021

Mitteilung

Verlag Der Tagesspiegel GmbH|02.07.2019

PRESSEMITTEILUNG

Lauterbach will gesetzlichen Kassen die Kostenerstattung von Homöopathie verbieten

Berlin·SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach will den Versuch unternehmen, gesetzlichen Krankenkassen die Kostenerstattung von Homöopathie zu verbieten. "Wir müssen in der Groko darüber reden", sagte der Gesundheitsexperte dem Berliner "Tagesspiegel" (Mittwochausgabe). Auch für freiwillige Leistungen der Versicherer müsse das Kriterium gelten, dass sie wirtschaftlich und medizinisch sinnvoll zu sein hätten. Unterstützung erhielt Lauterbach vom Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA), der über die Pflichtleistungen der gesetzlichen Kassen entscheidet. "Der Gesetzgeber müsste die Vorgaben enger fassen", forderte der unparteiische GBA-Vorsitzende Josef Hecken. Behandlungsmethoden ohne klaren Beleg für Wirksamkeit und Nutzen sollten "nicht noch dadurch geadelt werden, dass sie von Kassen als Satzungsleistungen bezahlt werden", sagte Hecken dem "Tagesspiegel". Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Karin Maag, dagegen hält nichts davon, die freiwilligen Leistungen der Versicherer zu beschränken. "Wir führen keinen Kreuzzug gegen Heilpraktiker und Naturheilverfahren", sagte sie dem "Tagesspiegel". Sie halte es für richtig, die Entscheidungsfreiheit der Patienten zu wahren. Anlass für Lauterbachs Vorstoß sind Entwicklungen in Frankreich, wo der Erstattung von Homöopathie durch die Krankenkassen nach einer Negativ-Expertise der Obersten Gesundheitsbehörde nun das Aus droht.

Zum Beitrag im Tagesspiegel am Sonntag

Pressekontakt:

Patricia Wolf
Chefin vom Dienst
Telefon: 030-29021 14013
cvd@tagesspiegel.de


 

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