Neue Osnabrücker Zeitung GmbH & Co. KG|15.08.2020

PRESSEMITTEILUNG

Kliniken haben vor Corona fast 2000 neue Hygiene-Experten eingestellt

Osnabrück (kkdp)·Kassen stellten ab 2013 mehr als eine halbe Milliarde Euro für Hygienemaßnahmen bereit - GKV-Spitzenverband: "Erfolg des Programms zahlt sich in Corona-Zeiten aus"

Deutschlands Krankenhäuser haben in den Jahren vor der Corona-Krise fast 2000 Hygiene-Experten eingestellt, um Belegschaft und Patienten vor Infektionen zu schützen. Das geht aus einem Bericht des GKV-Spitzenverbandes zum Hygienesonderprogramm hervor, der der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vorliegt. Seit dem Programmstart im Jahr 2013 wurden demnach zusätzliche Vollzeitstellen für 1.232 hygienebeauftragte Ärztinnen und Ärzte, 550 nichtärztliche Hygiene-Fachkräfte und 140 Krankenhaus-Hygieniker geschaffen.

Insgesamt stellten die gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des Sonderprogramms 540 Millionen Euro für Hygienemaßnahmen bereit. 1.361 von 1.450 Krankenhäusern (94 Prozent) riefen bis einschließlich 2019 bereitstehende Mittel ab. Der Großteil (391 Millionen Euro) wurde für die Neueinstellung von Hygieneexperten oder die Aufstockung von Teilzeitstellen verwendet. Zusätzliche Hygiene-Maßnahmen nach Ausbruch von Corona sind in dem Bericht noch nicht erfasst.

Patientinnen und Patienten so gut wie möglich vor gefährlichen Krankheitserregern zu schützen sei eine "Kernaufgabe" der Kliniken, sagte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes, im Gespräch mit der "NOZ". "Mithilfe des Hygienesonderprogramms konnten bislang fast 2.000 zusätzliche Vollstellen für Hygienefachpersonal geschaffen werden - ein Erfolg, der sich gerade jetzt, in Corona-Zeiten, auszahlt."

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