krankenkassen-direkt.de nutzt Cookies, um Ihnen
einen besseren Service zu bieten. Mehr Informationen
OK

Unabhängiges Informations- und Karriereportal für die gesetzliche Krankenversicherung
Samstag, 14.12.2019

Mitteilung

Verband der privaten Krankenversicherung|01.10.2019

PRESSEMITTEILUNG

Bertelsmann-Studie: Einheitliche Gebührenordnung nur im Einheitssystem möglich

Berlin·Die aktuelle Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung "Vergütung ambulanter und ambulant erbringbarer Leistungen" kommentiert PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther:

"Die Studie kommt im Kern zu dem Schluss, dass eine einheitliche Gebührenordnung nur Sinn macht, wenn zuvor die gesamte medizinische Versorgung in Deutschland vereinheitlicht wird. Während also viele im linken politischen Spektrum eine einheitliche Gebührenordnung als Voraussetzung für die von ihnen propagierte "Bürgerversicherung" begreifen, sehen es die Gutachter nun geradewegs andersherum.

Das erinnert arg an die berühmte Frage vom Huhn und dem Ei, frei nach dem Motto: Was soll zuerst kommen? Dabei ist die Antwort bei Bürgerversicherung und Einheitsgebührenordnung ungleich einfacher: Keines von beiden! Die Zufriedenheit der Bürger mit ihrer medizinischen Versorgung erreicht Spitzenwerte. Da gibt es keine Veranlassung für Radikaloperationen an unserem Gesundheitssystem, das zu den besten der Welt zählt.

Im Koalitionsvertrag heißt es mit Blick auf die Überarbeitung der ärztlichen Gebührenordnungen: "Sowohl die ambulante Honorarordnung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (EBM), als auch die Gebührenordnung der Privaten Krankenversicherung (GOÄ) müssen reformiert werden." Die von der Bundesregierung eingesetzte Reformkommission ist gut beraten, diesen Auftrag wörtlich zu nehmen und die Spielräume innerhalb der beiden bestehenden Systeme auszuloten.

Eine Blaupause für den GOÄ-Bereich ist dabei im Wesentlichen konsentiert: Unser gemeinsam mit Ärzteschaft und Beihilfe entwickeltes Konzept umfasst den neuesten Stand der Medizin, es ist offen für eine rasche Integration zukünftiger Innovationen und es stärkt die "sprechende Medizin", also die persönliche Zuwendung der Ärzte zu ihren Patienten. Damit ist es ein gutes Fundament, auf dem der Gesetzgeber noch in dieser Wahlperiode eine umfassende GOÄ-Reform errichten könnte."

Pressekontakt:

Stefan Reker
Geschäftsführer, Leiter des Bereiches Kommunikation
Telefon +49 30 204589-44
Telefax +49 30 204589-33
E-Mail stefan.reker@pkv.de


 

Immer aktuell - der kostenfreie GKV-Newsletter:

GKV-Newsletter

Info|Hilfe|Datenschutzerklärung