Robert Koch-Institut|16.07.2020

PRESSEMITTEILUNG

Positives Zwischenfazit des Robert Koch-Instituts nach einem Monat Corona-Warn-App

Berlin (kkdp)·Einen Monat nach ihrem Start wurde die Corona-Warn-App - Herausgeber ist das Robert Koch-Institut - bereits rund 16 Millionen Mal heruntergeladen (15,8 Mio. Downloads, Stand: 16. Juli 2020).

Ein erfolgreicher Start, der für ein großes Interesse und Akzeptanz in der Bevölkerung spricht.

Die App hat das Ziel, Infektionsketten früher als bisher möglich zu unterbrechen. Sie ist damit ein weiterer Baustein der Pandemiebekämpfung, der die klassische Kontaktnachverfolgung der örtlichen Gesundheitsämter ergänzt. Auch mit der App und trotz aktuell vergleichsweise niedriger Fallzahlen bleibt es allerdings entscheidend, weiterhin die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) einzuhalten, um eine erneute Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern.

Positives Zwischenfazit des Herausgebers
Prof. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, zieht ein positives Zwischenfazit: "Die App funktioniert: Rund eine Woche nach ihrem Start wurden erstmals Zufallscodes Corona-positiver Personen zum Abgleich zur Verfügung gestellt. Im ersten Monat haben mehr als 500 Menschen, die nachweislich positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, die Möglichkeit gehabt, Andere über die App zu warnen. Wie viele Menschen genau gewarnt wurden, können wir allerdings wegen des dezentralen Ansatzes der App nicht sagen."

Stetige Weiterentwicklung auf Basis von Nutzerfeedback und wissenschaftlichen Erkenntnissen
Wegen der hohen Downloadzahlen und vielen Rückmeldungen der Nutzerinnen und Nutzer gab es im ersten Monat bereits sehr tiefe Einblicke, wie sich die App im Alltag bewährt - und wo es Nachbesserungsbedarf gibt. Die Entwickler arbeiten kontinuierlich daran, Fehlermeldungen, die bei der App-Nutzung auftreten, zu analysieren und die Probleme zu beheben.

Prof. Wieler weiter: "Wir stehen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf der ganzen Welt im engen Austausch über SARS-CoV-2 und passen unsere Empfehlungen laufend an die neuesten Forschungsergebnisse an. Das gilt natürlich auch für die Corona-Warn-App: wir werden sie kontinuierlich weiterentwickeln und neue Erkenntnisse einfließen lassen."

Anbindung der Labore auf gutem Weg
Auch die Infrastruktur um die Corona-Warn-App wird weiter ausgebaut. Nutzerinnen und Nutzer der App sollen zukünftig ihr Testergebnis nach der Registrierung ihres QR-Codes direkt auf ihr Smartphone erhalten. Die dafür notwendige technische Anbindung der Labore ist auf einem guten Weg: Mehr als 60 Prozent der niedergelassenen Labore, die PCR-Tests anbieten, sind mittlerweile angebunden. Zum Start der App waren dies 15 Prozent. Das QR-Code-Formular soll nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung im Laufe des Monats flächendeckend zur Verfügung stehen.

Auch zukünftig wird es mit den teleTANs und QR-Codes zwei Möglichkeiten der Verifizierung eines Testergebnisses geben. Sollte ein QR-Code verloren gehen, können Nutzerinnen und Nutzer mit Hilfe einer teleTAN ihr Testergebnis in der App eintragen und so dazu beitragen, dass Andere über mögliche Risiko-Begegnungen informiert werden können.

Über die Corona-Warn-App
Die Corona-Warn-App ist für iOS- und Android-Smartphones verfügbar. Für iOs ab dem Betriebssystem 13.5, für Android ab Android 6 ("Marshmallow"), da ab diesen Versionen die benötigte Schnittstelle (Exposure Notification API) eingeführt wurde. Sie kann in deutscher oder englischer Sprache genutzt werden; voraussichtlich ab kommender Woche ist sie auch in türkischer Sprache verfügbar. Zudem steht sie nach der notwendigen rechtlichen Einzelfallprüfung in den App Stores bzw. Play Stores von 29 europäischen Ländern zum Download bereit. Weitere Länder werden im Moment geprüft. Unabhängig davon ist auch eine Nutzung mit der SIM-Karte eines ausländischen Mobilfunkanbieters möglich. (Es können Roaming-Gebühren anfallen.) Download und Nutzung der Corona-Warn-App ist freiwillig.

Weitere Informationen auf der Themenseite des Robert Koch-Instituts (rki.de/covid-19-warnapp) oder im Informationsangebot des Bundesministeriums für Gesundheit.

Pressekontakt:

Corona-Warn-App - Informationsstelle
Kontakt: CoronaWarnApp@rki.de

Susanne Glasmacher
Pressesprecherin RKI
Tel. 030 18754 2286
presse@rki.de


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