Sozialverband VdK Deutschland e. V.|05.01.2022

PRESSEMITTEILUNG

Vergleich der Rentenentwicklung mit Inflation hinkt

Berlin (kkdp)·05.01.2022

VdK stellt nach Zeitungsbericht klar: Rentenentwicklung muss sich 1:1 an den Löhnen orientieren
Präsidentin Verena Bentele kritisiert zunehmende Abkopplung und fordert Verzicht auf Nachholfaktor

Der VdK reagiert auf einen Zeitungsbericht, der einen stärkeren Anstieg der Renten im Vergleich zur Inflation in den Jahren 2000 bis 2020 als gute Nachricht für Rentnerinnen und Rentner bezeichnet.

VdK-Präsidentin Verena Bentele stellt in diesem Zusammenhang klar: "Der Vergleich der Entwicklung der Renten mit der Inflation hinkt: Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Denn die Rentenanpassungen orientieren sich prinzipiell an den Löhnen und nicht an der Inflation. Problematisch ist hier jedoch, dass die Renten immer mehr von den Löhnen abgekoppelt werden. Grund dafür ist unter anderem die Einführung der Kürzungsfaktoren in der Rentenformel." Laut Sozialversicherungsbericht 2021 der Bundesregierung steigen die Altersrenten im Zeitraum 2021 bis 2035 um 37 Prozent. Dagegen steigen die Löhne um 53 Prozent.

Der VdK fordert deshalb, alle Kürzungsfaktoren aus der Rentenformel zu streichen, um diese Lücke zu reduzieren. Zudem gilt es, das Rentenniveau auf mindestens 50 Prozent, idealerweise 53 Prozent, dauerhaft zu stabilisieren. Die geplante Wiedereinführung des Nachholfaktors in diesem Jahr ist dagegen aus Sicht des VdK ein Schritt in die falsche Richtung. Der VdK fordert, darauf zu verzichten.

Pressekontakt:

Heike Vowinkel
Telefon: 030 / 9210580-400
presse@vdk.de


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