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Montag, 06.04.2020

Mitteilung

Robert Koch-Institut|18.03.2020

PRESSEMITTEILUNG

PEI, RKI und BZgA rufen zur Blutspende auf - Spendetermine wahrnehmen!

Berlin·Im Kontext der Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) sind in den vergangenen Wochen Blut- und Plasmaspenden zurückgegangen. Für die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Bluttransfusionen und Arzneimitteln, die aus Blutspenden hergestellt werden, ist es sehr wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger weiterhin Blut spenden.

Um die Verbreitung von SARS-Coronavirus-2 einzudämmen wurden deutschlandweit einschneidende Maßnahmen zur Reduzierung von sozialen Kontakten eingeführt, Blutspenden gehören jedoch zu den vulnerablen Bereichen in der Gesundheitsversorgung und müssen mit entsprechenden Vorkehrungen trotz der beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie weiter fortgesetzt werden.

Daher können und sollen alle, die sich gesund und fit fühlen, weiter zur Blut- oder Plasmaspende gehen. Das medizinische Fachpersonal vor Ort überprüft routinemäßig den Gesundheitszustand der Spenderinnen und Spender. Dies schließt unter anderem das Messen der Körpertemperatur und eine infektionsbezogene Befragung ein. Personen, die Anzeichen einer Infektion zeigen, dürfen zu diesem Zeitpunkt nicht Blut spenden. Die übrigen Spenderauswahlkriterien, die in der Hämotherapierichtlinie zur Infektionssicherheit von Blut festgelegt sind, werden weiterhin eingehalten.

Es gibt derzeit keinen Hinweis, dass SARS-CoV-2 durch Blut übertragbar ist und eventuell durch unerkannt infizierte Personen auf Patientinnen oder Patienten übertragen wird.

Die Hygienestandards in Blutspendeeinrichtungen stellen sicher, dass für Spenderinnen und Spender kein erhöhtes Risiko für eine SARS-Cov-2-Ansteckung besteht.

Kontinuierliche Blutspenden sind wichtig für die Versorgung von Patientinnen und Patienten, denn insbesondere Blutbestandteile haben eine begrenzte Haltbarkeit und können nur eine gewisse Zeit gelagert werden. Blutplättchen (Thrombozyten) sind beispielsweise nur vier bis fünf Tage einsetzbar. Arzneimittel aus Blutspenden sind für viele Patientinnen und Patienten lebensnotwendig. Ein Großteil der Blutpräparate werden für die Behandlung von Krebskranken eingesetzt. Deshalb appelliert das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut (RKI), die angebotenen Blutspendetermine wahrzunehmen und einen Beitrag zur Sicherung der Patientenversorgung zu leisten. Eine Übersicht über Blutspendeeinrichtungen finden Sie über die Informationsseiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Personen, die bereit sind zu spenden, sollten sich bei den Spendediensten nach den aktuellen Spendeterminen und Spendevoraussetzungen erkundigen.

Weitere Informationen

Pressekontakt:

Susanne Glasmacher
Pressesprecherin RKI
Tel. 030 18754 2286
presse@rki.de


 

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