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Freitag, 18.06.2021

Mitteilung

AOK-Bundesverband GbR|05.05.2021

PRESSEMITTEILUNG

GKV-Bundeszuschuss: "Schnellschuss im beginnenden Wahlkampf"

Berlin·Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geplante Erhöhung des Bundeszuschusses für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) um 12,5 Milliarden Euro für das Jahr 2022 sei aus Sicht des AOK-Bundesverbands notwendig, aber in der Höhe unzureichend, so der Vorstandsvorsitzende Martin Litsch nach Bekanntwerden des entsprechenden Änderungsantrages.

"Die Erhöhung ist ein Schnellschuss im beginnenden Wahlkampf, denn sie wird die Defizite der GKV, die sich abzeichnen, nur kurzfristig ausgleichen. Was wir eigentlich brauchen, ist eine nachhaltige Lösung, die über 2022 hinauswirkt. Dazu gehören auf der Einnahmenseite ein verlässlicher Bundesbeitrag für alle versicherungsfremden Leistungen in der GKV sowie die Anhebung der Pauschalen für ALG-II-Leistungsberechtigte. Und auf der Ausgabenseite sollten gezielte Einsparungen kein Tabu sein, beispielsweise im kostspieligen Arzneimittelbereich. Mittelfristig müssen Strukturreformen, etwa im Krankenhausbereich, hinzukommen, die in dieser Legislaturperiode auf der Strecke geblieben sind."

Pressekontakt:

AOK-Bundesverband
Kai Behrens, Pressesprecher
Tel. 030 34646-2309
Mobil 0152 015 630 42
presse@bv.aok.de


 

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