krankenkassen-direkt.de nutzt Cookies, um Ihnen
einen besseren Service zu bieten. Mehr Informationen
OK

Unabhängiges Informations- und Karriereportal für die gesetzliche Krankenversicherung
Sonntag, 26.05.2019

News & Meldungen

Änderungen ab Mai 2019

Drei Kassen passen ihre Zusatzbeitragssätze an

01.05.2019·Die große Mehrheit der von den Beitragsanpassungen betroffenen Mitglieder wird durch die Änderungen entlastet. Zwei kleinere Kassen erheben ab Mai 2019 jedoch einen höheren Zusatzbeitragssatz.

Zwei Betriebs- und eine Innungskrankenkasse haben ihre Zusatzbeitragssätze zum 01.05.2019 angepasst. Seit Beginn des Jahres sind hiervon auch die Arbeitgeber betroffen, da der Zusatzbeitrag durch das Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) seit 2019 je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu tragen ist (vgl. "Links zum Thema"). Bis Ende 2018 kamen die Arbeitnehmer alleine für die Zusatzbeiträge auf.

Von den Beitragsanpassungen betroffen sind rund 3,27 Millionen Versicherte. Alleine 3,19 Millionen Versicherte entfallen hierbei auf die IKK classic, der größten Innungskrankenkasse. Sie senkt ihren Zusatzbeitragssatz um 0,2 Prozentpunkte.

Die Änderungen im Einzelnen:

IKK classic

Die IKK classic entstand zum 01.01.2010 aus der Fusion von IKK Baden-Württemberg und Hessen, IKK Hamburg, IKK Sachsen und IKK Thüringen. Der Hauptsitz der Kasse ist Dresden. Zum 01.08.2011 fusionierte sie darüber hinaus mit der Vereinigten IKK. Mit insgesamt rund 6.500 Beschäftigten, 181 Servicecenter und einem Haushaltsvolumen von zirka 10 Milliarden Euro versichert sie nach eigenen Angaben bundesweit rund zwei Drittel der 5,2 Millionen IKK-Versicherten in Deutschland.

Zum 01.05.2019 ändert sich der Zusatzbeitragssatz von 1,2 auf 1,0 Prozent. Der Gesamtbeitragssatz sinkt demnach von 15,8 auf 15,6 Prozent (allgemein).

SKD BKK

Die SKD BKK mit Hauptsitz in Schweinfurt wurde nach eigenen Angaben im Jahr 1897 gegründet. Heute ist sie geöffnet für die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Bremen, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen und Schleswig-Holstein. Die Wurzeln liegen in den Trägerunternehmen Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Düker GmbH und der SKF GmbH. Rund 100 Mitarbeitern betreuen in sechs Standorten aktuell rund 54.000 Versicherte.

Nach Angaben der Kasse erfolgte in den Jahren 2015 bis heute ein kontrollierter Vermögensabbau. Der weitere Abbau von Reserven sei nun jedoch nicht mehr vertretbar. Zum 01.05.2019 hebt die Kasse ihren Zusatzbeitragssatz deshalb von 0,7 auf 1,4 Prozent an; der (allgemeine) Gesamtbeitragssatz steigt damit ab Mai von 15,3 auf 16,00 Prozent.

BKK Herkules

Die BKK Herkules wurde laut Eigendarstellung im Jahr 1888 von der Firma Wegmann in Kassel gegründet. Sie sei damit fast ebenso alt, wie die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland, die 1884 eingeführt wurde. Die BKK Herkules ist geöffnet für die Bundesländer Bayern, Hessen und Niedersachsen. Mit rund 55 Mitarbeitern betreut sie am Stammsitz Kassel rund 33.000 Versicherte.

Zum 01.05.2019 hebt die Kasse ihren Zusatzbeitragssatz von 1,1 auf 1,7 Prozent an; der (allgemeine) Gesamtbeitragssatz steigt damit ab Mai von 15,7 auf 16,30 Prozent. Im Beitragsvergleich der gesetzlichen Krankenkassen (vgl. "Links zum Thema") hält die BKK Herkules damit aktuell die "rote Laterne".

 

Immer aktuell - der kostenfreie GKV-Newsletter:

GKV-Newsletter

Info|Hilfe|Datenschutzerklärung


Termine

Terminhinweis zu den Themen Krankenkasse, Gesundheitspolitik und Karriere in der GKV:

Termine
Weitere News

Gesundheits-Apps auf Rezept

Gesetzentwurf vorgelegt: Bessere Versorgung durch Digitalisierung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat am Mittwoch die Eckpunkte des geplanten "Digitale Versorgung Gesetzes" vorgelegt. Kernpunkte sind der Ausbau der...

 

Ausbildungsreform

Hebammen müssen künftig duales Studium absolvieren

Das vorgesehene duale Hebammenstudium verbindet ein wissenschaftliches Studium mit einer beruflichen Ausbildung. Grundlage für die Ausbildungsreform ist eine EU-Richtlinie von...

 

Versteckte Verschuldung

Pflegebeitragssatz könnte bis 2040 auf knapp 8 Prozent steigen

Die Analyse des WIP zeigt die zunehmende finanzielle Belastung der jüngeren Generation auf. Schon heute betrage die implizite Verschuldung der...

mehr News...