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Samstag, 19.09.2020

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Corona-Warn-App

Umfrage: Versicherte vermissen Aufklärung durch Krankenkassen

11.08.2020·Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland steht der Corona-Warn-App offenbar aufgeschlossen gegenüber. Dennoch nutzt nur jeder dritte Erwachsene die App auf seinem eigenen Smartphone. Dies zeigt eine repräsentative Untersuchung aus Köln. Mehr Aufklärung zur App wünschen sich insbesondere gesetzlich Krankenversicherte ausdrücklich auch durch ihre Krankenkasse.

Jeder dritte Bundesbürger ab 18 Jahren (34 Prozent) hat den eigenen Angaben zufolge die Corona-Warn-App der Bundesregierung auf seinem Mobiltelefon installiert. Weitere 19 Prozent wollen die App in Zukunft "wahrscheinlich" (5 Prozent) oder "vielleicht" (14 Prozent) noch installieren. Damit steht gut die Hälfte der erwachsenen Bundesbürger der vor rund zwei Monaten gestarteten Corona-Warn-App positiv oder zumindest aufgeschlossen gegenüber. Hingegen wollen 41 Prozent die App - obwohl sie diese kennen - auch künftig ausdrücklich nicht installieren. Sechs Prozent der 18- bis 65-Jährigen kennen die als freiwillig und anonym konzipierte Corona-Warn-App bisher noch gar nicht. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung des Marktforschungs- und Beratungsinstituts "Heute und Morgen" aus Köln. Rund 1.500 mobilfunknutzende Bundesbürger zwischen 18 und 65 Jahren wurden Ende Juli repräsentativ zur Nutzung der Corona-Warn-App sowie zu ihrem Social-Media-Verhalten in Corona-Zeiten befragt.

Nutzung der Corona-Warn-App

© HEUTE UND MORGEN


Kaum Informationen durch die Krankenkassen

Auffällig an den Ergebnisse sei, dass nur fünf Prozent der befragten Bundesbürger angegeben hätten, von ihrer Krankenkasse zur Corona-Warn-App informiert worden zu sein. Ausdrücklich gewünscht hätte sich dies aber rund jeder dritte Krankenversicherte (32 Prozent) - insbesondere GKV-Versicherte (33 Prozent), aber auch PKV-Versicherte (26 Prozent).

Vermisst wurden insbesondere Handlungsanweisungen bei Warnmeldungen (80 Prozent) und Informationen zur Funktionsweise (70 Prozent) der Warn-App sowie auch Hinweise zum Datenschutz (53 Prozent) und zur Kostenübernahme von Folgeprozessen im Warnfalle (51 Prozent). Vier Fünftel der Krankenversicherten (82 Prozent) erwarten - sobald die App ein Risiko anzeigt und auch ohne ein ärztliches Attest - die Übernahme der Corona-Test-Kosten durch ihre Krankenkasse.

Weiterhin großer Informations- und Aufklärungsbedarf

Insgesamt zeige die Untersuchung einen nach wie vor hohen Aufklärungsbedarf zur Funktionsweise und zum Umgang mit der Corona-Warn-App in der Bevölkerung, so die Kölner Marktforscher. "Krankenversicherer könnten dabei eine deutlich aktivere Rolle als bisher einnehmen", sagt Geschäftsführerin Tanja Höllger. "Viele Mitglieder erwarten dies sogar ausdrücklich, unabhängig von ihrem Alter oder Geschlecht". Darüber hinaus gilt es, immer noch weit verbreitete Missverständnisse zur Corona-Warn-App auszuräumen: So ist beispielsweise ein Drittel der befragten Bundesbürger der fälschlichen Auffassung, dass die App den persönlichen Aufenthaltsort der Nutzer aufzeichnen und die persönliche Einhaltung der Corona-Abstandsregeln nachverfolgen würde. "Zumindest ein Teil der ´Skeptiker´ könnte noch zum freiwilligen Mitmachen bei der Corona-Warn-App gewonnen werden, wenn das Wissen vergrößert und die Vorurteile verringert werden könnten".

Das Corona-Special zur Nutzung der Corona-Warn-App ist kostenfrei über info@heuteundmorgen.de beziehbar.

 

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