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Montag, 19.11.2018

News & Meldungen

Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2019

GKV-Schätzerkreis für Beitragssenkung auf 0,9 Prozent

11.10.2018·Der GKV-Schätzerkreis hat die finanziellen Rahmenbedingungen der gesetzlichen Krankenversicherung für die Jahre 2018 und 2019 geschätzt. Für das kommende Jahr ergibt sich hieraus eine Absenkung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags um 0,1 Punkte auf 0,9 Prozent.

Der GKV-Schätzerkreis besteht aus Experten des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), des Bundesversicherungsamtes (BVA) und des GKV-Spitzenverbandes. Turnusmäßig prognostiziert er jeweils im Oktober eines Jahres die Höhe der Einnahmen, der Ausgaben sowie die Zahl der Versicherten und Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das noch laufende und das folgende Jahr. Für 2018/2019 sind die Mitglieder des Gremiums zu einer einvernehmlichen Schätzung gekommen, teilte das BVA am Nachmittag in Bonn mit.

Schätzergebnis 2018

Die Einnahmen des Gesundheitsfonds werden demnach auf 222,8 Milliarden Euro geschätzt. Dabei wurde der Bundeszuschuss in Höhe von 14,5 Milliarden Euro abzüglich des Anteils für die landwirtschaftliche Krankenkasse berücksichtigt. Die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds betragen entsprechend der rechtlichen Vorgaben unverändert 222,2 Milliarden Euro. Die voraussichtlichen Ausgaben für das Jahr 2018 werden auf 234,2 Milliarden Euro prognostiziert.

Schätzergebnis 2019

Für das Jahr 2019 erwartet der Schätzerkreis Einnahmen des Gesundheitsfonds in Höhe von 231,1 Milliarden Euro inklusive dem Bundeszuschuss von 14,5 Milliarden Euro und abzüglich des Anteils für die landwirtschaftliche Krankenkasse. Die Ausgaben belaufen sich voraussichtlich auf 244,4 Milliarden Euro.

Durchschnittliche Zusatzbeitragssatz 2019

Rechnerisch ergibt sich aus den Schätzergebnissen für das Jahr 2019 eine Verringerung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes um 0,1 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent. Das BMG legt nach Auswertung der Ergebnisse des Schätzerkreises den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für das Jahr 2019 fest und gibt ihn bis zum 01.11.2018 im Bundesanzeiger bekannt.

Hintergrund: Durchschnittliche Zusatzbeitragssatz
Anders als sein Name vermuten lässt, stellt der Durchschnittliche Zusatzbeitragssatz nicht den Durchschnitt der von den Kassen erhobenen Zusatzbeiträge dar, sondern beschreibt den durchschnittlichen Finanzbedarf der Kassen über den allgemeinen Beitragssatz hinaus (vgl. "Links zum Thema"). Dieser kalkulierte Fehlbetrag wird seitens der Kassen in Form des kassenindividuellen Zusatzbeitrags von den Mitgliedern eingezogen. Die Arbeitgeber werden hieran bisher nicht beteiligt. Das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eingebrachte GKV-Versichertenentlastungsgesetz (vgl. "Links zum Thema") sieht für 2019 jedoch die paritätische Finanzierung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgebern vor.

 

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