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Donnerstag, 29.10.2020

News & Meldungen

MTA-Reformgesetz

Kabinett beschließt Modernisierung der Berufe in der medizinischen Technologie

24.09.2020·Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (23.09.2020) den Entwurf eines "Gesetzes zur Reform der technischen Assistenzberufe in der Medizin und zur Änderung weiterer Gesetze" (MTA-Reformgesetz) beschlossen. Ziel des Gesetzes ist es, die Ausbildungen der Berufe in der medizinischen Technologie zeitgemäß attraktiv auszurichten und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

Der Entwurf des MTA-Reformgesetzes sei ein erster und wichtiger Baustein der Umsetzung des "Gesamtkonzepts Gesundheitsfachberufe", so das Bundesgesundheitsministerium (BMG). Die vier Berufe in der medizinischen Technologie (für Laboratoriumsdiagnostik, Radiologie, Funktionsdiagnostik und Veterinärmedizin) würden reformiert und gestärkt. Zur zukunftsgerechten Weiterentwicklung der Berufe in der medizinischen Technologie sind ein verbindlicher Ausbildungsvertrag mit angemessener Ausbildungsvergütung sowie das Verbot, für die zukünftige Ausbildung Schulgeld zu erheben, vorgesehen.

Das MTA-Reformgesetz bedarf der Zustimmung des Bundesrates. Das Gesetzgebungsverfahren soll Anfang 2021 abgeschlossen werden und das Gesetz voraussichtlich am 01.01.2023 in Kraft treten.

Die wichtigsten Regelungen im Überblick:

Die bisherige Berufsbezeichnung wird zukünftig ersetzt durch die Berufsbezeichnung medizinische Technologin und medizinischer Technologe im jeweiligen Beruf (für Laboratoriumsdiagnostik, Radiologie, Funktionsdiagnostik und Veterinärmedizin). Dies vollzieht fachliche und inhaltliche Änderungen der Berufsausübung, die bereits durch den medizinisch-technischen Fortschritt erfolgt sind, sprachlich nach.

Die vorbehaltenen Tätigkeiten werden im bisherigen Umfang beibehalten.

Das Ausbildungsziel in den jeweiligen Fachrichtungen wird modernisiert, weiter spezifiziert und nun kompetenzorientiert ausgestaltet. Die bisher allgemein gehaltenen Vorgaben zur Ausbildung werden konkretisiert und neu strukturiert. Die praktische Ausbildung wird im Umfang ausgeweitet.

Ein Ausbildungsvertrag sowie eine angemessene Ausbildungsvergütung werden verbindlich vorgesehen. Schulgeld darf für die zukünftige Ausbildung nicht mehr erhoben werden.

Außerdem wird das Notfallsanitätergesetz angepasst, um mehr Rechtssicherheit für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter in besonderen Einsatzsituationen zu schaffen.

 

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