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Dienstag, 25.06.2019

News & Meldungen

Neu ab Juli 2019

Zahlreiche neue Midijobs: Gleitzone wird zum Übergangsbereich bis 1.300 Euro

12.06.2019·Zum 01.07.2019 wird die bisherige "Gleitzone" für Beschäftigungen mit monatlichen Entgelten zwischen 450,01 Euro und 850,00 Euro durch einen neuen "Übergangsbereich" ersetzt. Ebenfalls bei 450,01 Euro beginnend, schließt dieser alle versicherungspflichtigen Beschäftigungen mit Entgelten bis monatlich 1.300,00 Euro ein. Zahlreiche Geringverdiener und Teilzeitkräfte werden hierdurch als Midijobber in ihrer Beitragslast zur Sozialversicherung zusätzlich entlastet. Hilfe zur Berechnung der Beiträge bietet der neue "Midijobrechner".

Von der Anhebung der Grenze für die sogenannten "Midijobs" von 850,00 auf 1.300,00 Euro pro Monat werden nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) rund 3,5 Millionen Beschäftigte profitieren. Innerhalb dieses Niedriglohnbereichs zahlen Arbeitnehmer geringere Sozialversicherungsbeiträge, da ihr Entgelt zur Berechnung der Beiträge fiktiv reduziert wird.

Linear ansteigende Beitragslast

Der Arbeitgeber zahlt für das gesamte Arbeitsentgelt grundsätzlich den vollen Arbeitgeberanteil. Er trägt die Hälfte des Gesamtsozialversicherungsbeitrages (aktuell: 19,825 Prozent). Der vom Arbeitnehmer zu zahlende Beitrag steigt dagegen linear vom Beginn des Übergangsbereichs (bisher: Gleitzone) an. Hierzu wird das Entgelt bei der Beitragsberechnung fiktiv so bemessen, dass sich der Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz rechnerisch auf rund 30 Prozent (entsprechend der Pauschalabgabe bei geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen) reduziert. Unter Anrechnung des vollen Arbeitgeberanteils von aktuell 19,825 Prozent ergibt sich damit auf Arbeitnehmerseite ein fiktiver Einstiegsbeitragssatz für den Gesamtsozialversicherungsbeitrag von rund 10 Prozent. Die Berechnung gilt als kompliziert. Neben der Berechnung eines fiktiven Entgelts sind Ausnahmen für Einmalzahlungen, Teilmonate, Mehrfachbeschäftigungen und Arbeitgeberumlagen zu berücksichtigen. Hinzu kommen Sonderregelungen, die nur für einzelne Sozialversicherungszweige gelten.

Einfache Berechnung mit dem Midijobrechner

Wer die Sozialversicherungsbeiträge inklusive der Arbeitgeberumlagen für Midijobs berechnen möchte, kann hierzu auf den Midijobrechner (vormals: Gleitzonenrechner) von krankenkassen-direkt.de zugreifen. Der Beitragsrechner ist kostenfrei und schließt wichtige Berechnungsoptionen, die sich zum Beispiel aus den Sonderregelungen für einzelne Versicherungszweige, dem Flexirentengesetz oder dem Zusammenwirken mehrerer Beschäftigungen (auch Minijobs) ergeben, ein. Zudem sind Rückrechnungen möglich: Besonderheiten wie die Beitragsparität, die erst ab 2019 gilt, werden dabei automatisch berücksichtigt. Auch eine Druckversion der Berechnungsergebnisse für die Lohnunterlagen steht zur Verfügung.
Online-Berechnung der Midijob-Beiträge
Der Gleitzonenrechner / Midijobrechner berechnet alle Beiträge online als Browseranwendung. Damit ist es nicht notwendig, potenziell virenanfällige Office-Dokumente herunterzuladen und lokal auszuführen. Der Online-Rechner von krankenkassen-direkt.de funktioniert auf allen internetfähigen Geräten - neben Desktops also auch auf Tablets und Smartphones. Zudem berechnet er die Beiträge immer auf Basis seiner aktuellsten Version. Als Nutzer müssen Sie dadurch nicht mehr auf zum Teil unterjährige Änderungen (wie z. B. zum Juli 2019) achten und neue Rechner laden. Auch bei Rückrechnungen werden alle Berechnungsgrundlagen automatisch angepasst.

Den Rechner erreichen Sie auch über www.midijobrechner.de

Neuregelung in der Rentenversicherung

Mit der Einführung des Übergangsbereichs gilt auch eine Änderung in der Rentenversicherung. Um Verluste bei den Rentenansprüchen durch die geringeren Beiträge zu vermeiden, konnte man die Anwendung der bisherigen Gleitzone für die Rentenversicherung auf Antrag ausschließen. Ab Juli gibt es diese Möglichkeit nicht mehr. Hintergrund ist, dass die geringeren Beiträge keine rentenmindernde Wirkung mehr haben. Eine zusätzliche Beitragszahlung ist somit nicht mehr erforderlich.

 

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