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Dienstag, 22.01.2019

News & Meldungen

Neuer Übergangsbereich bis 1.300 Euro

Beitragsparität und Ausweitung der Gleitzone ab 2019

12.12.2018·Bereits zum Jahreswechsel wird sich die Berechnung der Beitragsanteile innerhalb der Gleitzone bis 850,00 Euro ändern. Hintergrund ist die hälftige (paritätische) Aufteilung des Zusatzbeitrags in der Krankenversicherung. Ab Juli 2019 kommen dann weitere Änderungen hinzu.

Um Arbeitnehmern den Einstieg in den Niedriglohnbereich von 450,01 bis 850,00 Euro pro Monat (Gleitzone) zu erleichtern, müssen sie weniger Beiträge zur Sozialversicherung zahlen. Hierzu wird das Entgelt als Berechnungsgrundlage für die Beiträge fiktiv reduziert. Arbeitgeber zahlen dagegen immer vom vollen Entgelt die Beiträge. Darüber hinaus zahlen Arbeitgeber ab 01.01.2019 die Hälfte des Zusatzbeitrags zur Krankenversicherung, was die Arbeitnehmer weiter entlastet.

Beitragsparität gilt auch in der Gleitzone

Ab 01.01.2019 werden die Zusatzbeiträge der Krankenkassen jeweils zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Bisher sind diese alleine vom Arbeitnehmer aufzubringen. Innerhalb der Gleitzone kommt es dabei zu einer fiktiven Beitragsparität, da Arbeitgeber und Arbeitnehmer zwar grundsätzlich jeweils die Hälfte des Zusatzbeitrags zahlen, die Hälften aber aufgrund der unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen für die Beiträge nicht gleich hoch sind. Hilfe bietet hierzu der Gleitzonenrechner (vgl. Box). Er errechnet kostenfrei die genauen Beitragsanteile für die Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung.

Gleitzone wird zum Übergangsbereich bis 1.300 Euro

Zum 01.07.2019 hat die Bundesregierung zudem die Umbenennung der Gleitzone in "Übergangsbereich" beschlossen. Gleichzeitig wird dieser Übergangsbereich von 850,00 Euro auf 1.300,00 Euro ausgeweitet. Arbeitnehmer mit einem monatlichen Entgelt innerhalb dieses Bereichs werden hierdurch entlastet.

Gleitzone für Rentenversicherung

Durch die innerhalb der Gleitzone reduzierten Beiträge erwerben Arbeitnehmer auch geringere Rentenansprüche. Wer das nicht möchte, kann für die Rentenversicherung bisher den Verzicht auf die Gleitzonenregelung erklären. Ab 01.07.2019 ist dies nicht mehr nötig und möglich. Hintergrund ist, dass die Entgeltpunkte für Beitragszeiten aus einer Beschäftigung dann auch im Übergangsbereich aus dem tatsächlichen Arbeitsentgelt ermittelt werden. Hieraus resultiert, dass die verminderten Beiträge nicht mehr zu geringeren Rentenansprüchen führen. Bereits bestehende Verzichtserklärungen verlieren mit dem 30.06.2019 ihre Wirkung.

 

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