Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung|08.09.2026
PRESSEMITTEILUNG
Ausbau von Kinderbetreuung erhöht das Einkommen von Müttern deutlich
Nürnberg (kkdp)·Der Betreuungsausbau für unter 3-jährige seit Mitte der 2000er Jahre führt bei Müttern zu höherem Arbeitseinkommen, mehr Vollzeitarbeit und einer stärkeren Integration in besser bezahlte Beschäftigung. Insgesamt lassen sich für den Zeitraum seit 2007 etwa 56 Prozent des gesamten Rückgangs der Erwerbseinbußen von Müttern auf den Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten zurückführen. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Der Ausbau für unter 3-jährige verringert die Erwerbs- und Einkommenseinbußen nach der Geburt: Mütter sind häufiger erwerbstätig und erzielen höhere Einkommen. Im Durchschnitt fallen die Einkommenseinbußen von Müttern über die ersten drei Jahre nach der Geburt in Regionen mit starkem Kita-Ausbau um rund einen Prozentpunkt geringer aus. Über den gesamten Zeitraum erhöht sich die Betruungsquote um 20 Prozentpunkte, die Einkommenseinbußen verringerten sich um etwa 4,5 Prozentpunkte.
Die Zuwächse beim Arbeitseinkommen von Müttern bestehen über die Phase der Kita-Nutzung hinaus. "Die frühkindliche Betreuung beeinflusst auch die weitere Karriereentwicklung von Müttern dauerhaft", stellt IAB-Forscherin Lisa-Marie Duletzki dar. "So arbeiten Frauen langfristig häufiger in Vollzeit und weniger in geringfügiger Beschäftigung wie Minijobs."
Die Effekte des Betreuungsausbaus fallen besonders stark in den in Regionen aus, in denen Mütter nach der Geburt häufig ihre Erwerbstätigkeit reduzierten oder langfristig deutlich höhere Einbußen beim Arbeitseinkommen verzeichneten. Solche Regionen wiesen vor dem Ausbau zugleich häufig niedrigere Betreuungsquoten auf. Dies deutet darauf hin, dass die Erwerbstätigkeit von Müttern dort besonders stark durch die begrenzte Verfügbarkeit formeller Kinderbetreuung eingeschränkt war und der Ausbau entsprechend auf eine hohe Nachfrage traf.
Als Instrument der Familien- und Arbeitsmarktpolitik kann die frühkindliche Betreuung auch langfristig geschlechtsspezifische Ungleichheiten am Arbeitsmarkt reduzieren. "Aufgrund vieler fehlender Betreuungsplätze bietet der kontinuierliche Ausbau von Betreuungsangeboten nach wie vor erhebliches Potenzial, um Erwerbs- und Einkommenseinbußen nach einer Geburt zu verringern", erklärt Duletzki.
Untersucht wurden die Erwerbsverläufe von Frauen, die zwischen 2001 und 2014 ihr erstes Kind bekamen und vor der Geburt erwerbstätig waren. Pro Geburtsjahrgang umfasst die Stichprobe rund 240.000 Mütter. Die Studie nutzt größere Ausbauschübe bei der U3-Betreuung, um den kausalen Effekt des Kitaausbaus zu bestimmen. Dabei werden Kreise verglichen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausbauen. So lässt sich das Risiko verringern, dass bestehende Unterschiede zwischen Regionen fälschlich dem Kitaausbau zugeschrieben werden. Die Studie ist abrufbar unter: doku.iab.de (PDF, 536 KB).
Der Ausbau für unter 3-jährige verringert die Erwerbs- und Einkommenseinbußen nach der Geburt: Mütter sind häufiger erwerbstätig und erzielen höhere Einkommen. Im Durchschnitt fallen die Einkommenseinbußen von Müttern über die ersten drei Jahre nach der Geburt in Regionen mit starkem Kita-Ausbau um rund einen Prozentpunkt geringer aus. Über den gesamten Zeitraum erhöht sich die Betruungsquote um 20 Prozentpunkte, die Einkommenseinbußen verringerten sich um etwa 4,5 Prozentpunkte.
Die Zuwächse beim Arbeitseinkommen von Müttern bestehen über die Phase der Kita-Nutzung hinaus. "Die frühkindliche Betreuung beeinflusst auch die weitere Karriereentwicklung von Müttern dauerhaft", stellt IAB-Forscherin Lisa-Marie Duletzki dar. "So arbeiten Frauen langfristig häufiger in Vollzeit und weniger in geringfügiger Beschäftigung wie Minijobs."
Die Effekte des Betreuungsausbaus fallen besonders stark in den in Regionen aus, in denen Mütter nach der Geburt häufig ihre Erwerbstätigkeit reduzierten oder langfristig deutlich höhere Einbußen beim Arbeitseinkommen verzeichneten. Solche Regionen wiesen vor dem Ausbau zugleich häufig niedrigere Betreuungsquoten auf. Dies deutet darauf hin, dass die Erwerbstätigkeit von Müttern dort besonders stark durch die begrenzte Verfügbarkeit formeller Kinderbetreuung eingeschränkt war und der Ausbau entsprechend auf eine hohe Nachfrage traf.
Als Instrument der Familien- und Arbeitsmarktpolitik kann die frühkindliche Betreuung auch langfristig geschlechtsspezifische Ungleichheiten am Arbeitsmarkt reduzieren. "Aufgrund vieler fehlender Betreuungsplätze bietet der kontinuierliche Ausbau von Betreuungsangeboten nach wie vor erhebliches Potenzial, um Erwerbs- und Einkommenseinbußen nach einer Geburt zu verringern", erklärt Duletzki.
Untersucht wurden die Erwerbsverläufe von Frauen, die zwischen 2001 und 2014 ihr erstes Kind bekamen und vor der Geburt erwerbstätig waren. Pro Geburtsjahrgang umfasst die Stichprobe rund 240.000 Mütter. Die Studie nutzt größere Ausbauschübe bei der U3-Betreuung, um den kausalen Effekt des Kitaausbaus zu bestimmen. Dabei werden Kreise verglichen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausbauen. So lässt sich das Risiko verringern, dass bestehende Unterschiede zwischen Regionen fälschlich dem Kitaausbau zugeschrieben werden. Die Studie ist abrufbar unter: doku.iab.de (PDF, 536 KB).
Pressekontakt:
Christine Vigeant
E-Mail: presse@iab.de
Telefon: 0911 179-1946