Kassenärztliche Bundesvereinigung|26.07.2021

STATEMENT

Dr. Andreas Gassen zur Diskussion, ob Geimpfte mehr Freiheiten haben sollten als Ungeimpfte

Berlin (kkdp)·Dr. Andreas Gassen: "Bei denjenigen, die sich noch nicht impfen lassen wollen, müssen wir insbesondere jene erreichen, die verunsichert sind und Aufklärungsbedarf haben oder für sich keinen individuellen Nutzen der Impfung sehen. Sie sind in den Praxen der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen am besten aufgehoben. Natürlich muss diese wichtige und häufig aufwändigere Beratungsleistung auch adäquat vergütet werden. Grundsätzliche Impfgegner werden wir nicht erreichen. Eine Impfpflicht, egal für wen oder welche Gruppe, halte ich für nicht zielführend, und man muss sich fragen, ob sie rechtlich überhaupt möglich ist. Es geht um Akzeptanz, nicht um Zwang. Überlegen sollten wir aber, ob bei vorliegenden Impfangeboten für alle die Bürgertests noch kostenlos angeboten werden können. Mit Vorliegen eines Impfangebots sollten Tests nur noch für diejenigen kostenlos sein, die sich nicht regelhaft impfen lassen können, zum Beispiel Kinder. Grundsätzlich stehen Freiheitsrechte allen Bürgerinnen und Bürgern zu, unabhängig davon, ob sie geimpft sind oder nicht. Deshalb halte ich es für schwierig, hier eine Unterscheidung vorzunehmen, die auch schwierig zu überprüfen sein dürfte. Jedoch steht es selbstverständlich beispielsweise Restaurantbesitzern oder Kinobetreibern offen, wen sie in ihre Räumlichkeiten lassen. Dafür bedarf es aber wohl eher keiner Gesetze."

Pressekontakt:

Roland Stahl
Pressesprecher
Tel.: (0 30) 40 05 - 22 01
Fax: (0 30) 40 05 - 22 90
RStahl@kbv.de


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