Spitzenverband Bund der Krankenkassen|04.06.2026
PRESSEMITTEILUNG
Dynamischer Herstellerabschlag ist Sicherheitsnetz gegen höhere Beiträge
Berlin (kkdp)·Mit Blick auf die hohen Arzneimittelkosten dürften Einsparungen bei der Pharmaindustrie nicht zu gering ausfallen, warnt Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, in der Rheinischen Post. "Arzneimittel sind nach den Krankenhäusern der zweitgrößte Kostenblock in der gesetzlichen Krankenversicherung und die Pharmaindustrie verdient daran blendend", sagte Stoff-Ahnis der Rheinischen Post.
Ausgaben für Arzneimittel steigen
Die Ausgaben für Arzneimittel von 2012 bis 2025 sind um 118 Prozent auf rund 59 Milliarden Euro gestiegen. Die Kosten einer Tagesbehandlung mit patentgeschützten Arzneimitteln haben sich von 2012 bis 2025 im Durchschnitt um 182 Prozent erhöht. Das Problem dabei ist, dass viele Arzneimittel die Kosten nach oben treiben, obwohl sie keinen Zusatznutzen nachgewiesen haben. Stoff-Ahnis dazu: "Die steigenden Ausgaben für Arzneimittel sind seit Langem eine enorme Herausforderung für die Solidargemeinschaft. Wenn die Politik keine wirksamen Regeln schafft, mit denen wir die steigenden Arzneimittelkosten in den Griff bekommen, dann bezahlen das am Ende Versicherte und Arbeitgeber mit noch höheren Krankenkassenbeiträgen."
GKV-Reform bislang Schonprogramm für die Pharmaindustrie
Angesichts der hohen Ausgaben für Arzneimittel sei es für Stoff-Ahnis umso unverständlicher, dass die Politik die Sparbeiträge der Pharmaindustrie zur Stabilisierung der GKV-Beitragssätze im Vergleich zu dem Vorschlag der Finanzkommission Gesundheit wieder verringern wolle. "Die jetzt geplante Reform ist ein Schonprogramm für die Pharmaindustrie", sagte Stoff-Ahnis der Rheinischen Post. Und weiter: "Der Preisanstieg für Arzneimittel muss wieder auf ein Normalmaß zurückgeführt werden, denn solche Preissteigerungen hält kein Gesundheitssystem der Welt aus." Dabei mahnte Stoff-Ahnis in der Rheinischen Post einen angemessenen Beitrag der Pharmaindustrie zu den allgemeinen Einsparungen bei den Kassenfinanzen an.
Dynamischer Herstellerabschlag ist Sicherheitsnetz gegen steigende Beiträge
Bislang soll laut Gesetzentwurf ein dynamischer Herstellerabschlag eingeführt werden, der dafür sorgen soll, dass Einnahmen und Ausgaben ins Gleichgewicht kommen. In der Rheinischen Post verteidigt Stoff-Ahnis das Instrument gegen Angriffe aus der Pharmaindustrie: "Der dynamische Herstellerabschlag ist ein Sicherheitsnetz für die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler gegen steigende Belastungen." Und weiter: "Wer dieses Sicherheitsnetz zerschneidet, nimmt weiter steigende Krankenkassenbeiträge in Kauf." Mit dem dynamischen Herstellerabschlag seien weiterhin steigende Einnahmen der Pharmaindustrie möglich, aber er verhindere eine Überforderung der Versicherten und Arbeitgeber, die das am Ende über ihre Krankenkassenbeiträge bezahlen müssten.
Ausgaben für Arzneimittel steigen
Die Ausgaben für Arzneimittel von 2012 bis 2025 sind um 118 Prozent auf rund 59 Milliarden Euro gestiegen. Die Kosten einer Tagesbehandlung mit patentgeschützten Arzneimitteln haben sich von 2012 bis 2025 im Durchschnitt um 182 Prozent erhöht. Das Problem dabei ist, dass viele Arzneimittel die Kosten nach oben treiben, obwohl sie keinen Zusatznutzen nachgewiesen haben. Stoff-Ahnis dazu: "Die steigenden Ausgaben für Arzneimittel sind seit Langem eine enorme Herausforderung für die Solidargemeinschaft. Wenn die Politik keine wirksamen Regeln schafft, mit denen wir die steigenden Arzneimittelkosten in den Griff bekommen, dann bezahlen das am Ende Versicherte und Arbeitgeber mit noch höheren Krankenkassenbeiträgen."
GKV-Reform bislang Schonprogramm für die Pharmaindustrie
Angesichts der hohen Ausgaben für Arzneimittel sei es für Stoff-Ahnis umso unverständlicher, dass die Politik die Sparbeiträge der Pharmaindustrie zur Stabilisierung der GKV-Beitragssätze im Vergleich zu dem Vorschlag der Finanzkommission Gesundheit wieder verringern wolle. "Die jetzt geplante Reform ist ein Schonprogramm für die Pharmaindustrie", sagte Stoff-Ahnis der Rheinischen Post. Und weiter: "Der Preisanstieg für Arzneimittel muss wieder auf ein Normalmaß zurückgeführt werden, denn solche Preissteigerungen hält kein Gesundheitssystem der Welt aus." Dabei mahnte Stoff-Ahnis in der Rheinischen Post einen angemessenen Beitrag der Pharmaindustrie zu den allgemeinen Einsparungen bei den Kassenfinanzen an.
Dynamischer Herstellerabschlag ist Sicherheitsnetz gegen steigende Beiträge
Bislang soll laut Gesetzentwurf ein dynamischer Herstellerabschlag eingeführt werden, der dafür sorgen soll, dass Einnahmen und Ausgaben ins Gleichgewicht kommen. In der Rheinischen Post verteidigt Stoff-Ahnis das Instrument gegen Angriffe aus der Pharmaindustrie: "Der dynamische Herstellerabschlag ist ein Sicherheitsnetz für die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler gegen steigende Belastungen." Und weiter: "Wer dieses Sicherheitsnetz zerschneidet, nimmt weiter steigende Krankenkassenbeiträge in Kauf." Mit dem dynamischen Herstellerabschlag seien weiterhin steigende Einnahmen der Pharmaindustrie möglich, aber er verhindere eine Überforderung der Versicherten und Arbeitgeber, die das am Ende über ihre Krankenkassenbeiträge bezahlen müssten.
Pressekontakt:
Florian Lanz
GKV-Spitzenverband, Pressesprecher
Telefon 030-206288-4201
Fax 030-20628884201
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