Spitzenverband Bund der Krankenkassen|27.01.2026
PRESSEMITTEILUNG
Primärversorgung als zentrales Instrument für eine bessere und moderne Versorgung
Demnach muss sich ein modernes Gesundheitssystem am medizinischen Bedarf der Patientinnen und Patienten orientieren. Die Primärversorgung ist ein zentrales Instrument, mit dem die Gesundheitsversorgung zum Wohle der 75 Millionen gesetzlich Versicherten modernisiert, Effizienzreserven gehoben und ein bedarfsgerechter und diskriminierungsfreier Zugang zur Versorgung gemeinsam mit der Ärzteschaft sichergestellt werden kann.
Zugang zur Versorgung erleichtern
Denn heute erleben Patientinnen und Patienten trotz steigender Beiträge Schwierigkeiten beim Zugang zur ambulanten Versorgung und teilweise lange Wartezeiten. Sie nehmen eine zunehmende Ungleichbehandlung zwischen privat und gesetzlich Versicherten wahr. Gleichzeitig wird die Versorgungslandschaft komplexer, spezialisierter und für viele Menschen undurchschaubar.
Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes: "Der Fachdialog ist ein gutes und wichtiges Signal, dass die Bundesregierung dieses bedeutende Thema nun entschlossen angeht. Wir sehen in der Primärversorgung ein zentrales Instrument, mit dem wir gemeinsam mit der Ärzteschaft die Gesundheitsversorgung zum Wohle der 75 Millionen gesetzlich Versicherten modernisieren, Effizienzreserven heben und einen bedarfsgerechten und diskriminierungsfreien Zugang zur Versorgung sicherstellen können. Dabei entsteht der eigentliche Durchbruch durch die Kopplung der drei digitalen Bausteine elektronische Ersteinschätzung, elektronische Überweisung und elektronische Terminvermittlung zu einem digitalen Versorgungspfad. Es ist höchste Zeit, das Gesundheitssystem in die digitale Gegenwart zu bringen."
Primärversorgung muss die digitalen Möglichkeiten ausschöpfen
Eine erfolgreiche Primärversorgung koppelt folgende drei Bausteine:
Vom ersten Symptom bis zum Abschluss der Behandlung wird alles fachlich optimal koordiniert, transparent und effizient. Die ePA wird zur zentralen Plattform einer modernen Versorgung.
Das Zusammenspiel der verschiedenen Bausteine und der vielen Akteure im Gesundheitswesen kann in der Praxis folgendermaßen funktionieren:
Ankunft in der digitalen Gegenwart
Es geht hier darum, das deutsche Gesundheitssystem endlich in die digitale Gegenwart zu bringen. Die Wartezimmer der ärztlichen Praxen sind zu voll, digitale Weiterentwicklungen können hier sinnvolle Entlastungen schaffen.
Die gesetzliche Krankenversicherung steht bereit, gemeinsam mit der Ärzteschaft und der Politik, mit Hilfe einer digital gestützten Primärversorgung die Versorgung der Menschen besser zu machen, die zunehmend knapperen Ressourcen wirtschaftlicher einzusetzen und den medizinischen Bedarf ganz nach vorne zu stellen.
Dokumente und Links
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