Kassenärztliche Bundesvereinigung|19.11.2021

PRESSEMITTEILUNG

Die nächste Woche startet mit einem Impfrekord in den Praxen

Berlin (kkdp)·"Die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen sind dabei, einen neuen Impfrekord aufzustellen. Für die nächste Novemberwoche haben sie fast fünf Millionen Impfstoffdosen bestellt. Das ist die bisher größte Menge, die seit Start der Impfkampagne in die Praxen geliefert wird", erklärte heute Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

"Die Praxen fahren ihre Kapazitäten wieder deutlich hoch. Das Engagement der Hausärzte und Fachärzte und ihrer Teams der Medizinischen Fachangestellten ist enorm, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass sie seit Monaten am absoluten Limit arbeiten", betonte er.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister sagte: "Ohne die Praxen gibt es keinen Impfturbo. Das ist ganz klar. Jedoch rechnen wir ab Ende November mit deutlich erhöhtem Beratungs- und auch Aufklärungsbedarf, denn zu unserer Überraschung hat uns heute das Bundesgesundheitsministerium mitgeteilt, dass ab dem 23. November pro Vertragsarzt und Woche nur noch 30 Dosen Biontech bestellt werden können, es aber dazu unbegrenzt den Impfstoff von Moderna gäbe. Das hat zur Folge, dass die meisten Patientinnen und Patienten, die mit Biontech im Rahmen ihrer Grundimmunisierung geimpft wurden, nun - sofern sie über 30 Jahre alt sind - eine Auffrischimpfung mit Moderna erhalten werden. Beide Impfstoffe sind nach vorliegenden Studiendaten und laut STIKO gleichwertig, trotzdem wird es hohen Erklärungsbedarf geben, der wertvolle Zeit bindet, die für das Impfen dann fehlt. Das ist wenig hilfreich, wenn vor allem schnell und viel geimpft werden soll."

Beide Vorstände betonten, dass bei allen Diskussionen rund um Auffrischungsimpfungen nicht vergessen werden dürfe, dass es noch zu viele Erwachsene gebe, die überhaupt nicht geimpft seien. "Diese Impflücke müssen wir schließen, auch wenn es zunehmend schwierig ist, die impfunwilligen Menschen zu erreichen", führte Gassen aus. "Es muss klar sein, dass jeder Ungeimpfte sich sehr wahrscheinlich anstecken wird. Mit häufig schweren Verläufen. Vor allem sie müssen in den Krankenhäusern behandelt werden, und ohne eine Impfung der Ungeimpften wird die Krise nicht zu bewältigen sein", erläuterte Hofmeister. Ihr Appell: Lassen Sie sich unbedingt impfen!

Pressekontakt:

Roland Stahl
Pressesprecher
Tel.: (0 30) 40 05 - 22 01
Fax: (0 30) 40 05 - 22 90
RStahl@kbv.de


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