krankenkassen-direkt.de nutzt Cookies, um Ihnen
einen besseren Service zu bieten. Mehr Informationen
OK

Unabhängiges Informations- und Karriereportal für die gesetzliche Krankenversicherung
Mittwoch, 05.08.2020

Mitteilung

Techniker Krankenkasse|02.07.2020

PRESSEMITTEILUNG

TK fordert: Pflegefinanzierung neu gestalten

Hamburg·Heute will der Bundestag einen zweiten Nachtragshaushalt verabschieden und damit auch einen kurzfristigen Bundeszuschuss für die soziale Pflegeversicherung beschließen. Die Techniker Krankenkasse (TK) begrüßt dieses Vorgehen, weist aber auf den weiter steigenden Mittelbedarf hin, der sich für die kommenden Jahre abzeichnet. "Ausgeweitete Pflegeleistungen und eine zunehmende Zahl von Pflegebedürftigen sorgen dafür, dass die Ausgaben der Pflegeversicherung kontinuierlich steigen. Zusätzlich belastet derzeit die Corona-Pandemie die Finanzsituation", erklärt Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK. Er betont: "Ohne Rückendeckung durch die gesamte Gesellschaft sind solche Aufgaben dauerhaft nicht zu stemmen. Bei einer einmaligen Finanzspritze aus dem Bundeshaushalt darf es daher nicht bleiben."

Auch und gerade während der Corona-Pandemie steht die Pflegeversicherung Pflegenden und Einrichtungen mit besonderen Angeboten und Maßnahmen zur Seite. So unterstützt die TK etwa Einrichtungen im Rahmen des "Pflege-Rettungsschirms" und leistet ihren Anteil an der sogenannten Corona-Prämie für Pflegekräfte.

Pflegebedürftige sofort entlasten, langfristig Kosten auf mehrere Schultern verteilen

Damit die soziale Pflegeversicherung ihre Funktionen auch nach der Krise weiter erfüllen kann, muss ihre Finanzierung nachhaltig neu aufgestellt werden. Um die Eigenanteile der Pflegebedürftigen zu stabilisieren und den Druck von den Beitragszahlern zu nehmen, schlägt die TK vor, die Leistungsbeträge einmalig anzuheben und die Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige künftig direkt aus dem Bundeshaushalt zu begleichen. Weiterhin ist eine jährliche Dynamisierung der Leistungen notwendig, damit die Pflegeversicherung auch künftig mit der Preisentwicklung mithalten kann.

Um die dadurch zu erwartenden Mehrausgaben zu decken, braucht es einen dauerhaften Steuerzuschuss. Dessen Höhe sollte an die Entwicklung der Leistungen gekoppelt sein.

Ein Finanzausgleich zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung sollte das Pflegerisiko künftig gerechter verteilen, so der TK-Vorschlag. Würden zudem die Bundesländer gesetzlich dazu verpflichtet, die bei ihnen verorteten Investitionskosten auch tatsächlich zu tragen, könnten Pflegebedürftige und Sozialhilfeträger entlastet werden.

Pressekontakt:

Laura Hassinger
Pressesprecherin für Pflege und Zusatzversicherungen
laura.hassinger@tk.de
040 - 69 09-20 58


 

Immer aktuell - der kostenfreie GKV-Newsletter:

GKV-Newsletter

Info|Hilfe|Datenschutzerklärung